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Großübung von Feuerwehr und DRK

Engern Großübung von Feuerwehr und DRK

Zu einem Unfall mit einem Fahrzeug und einem Zug sind die Rettungskräfte der Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Freitagabend in Engern alarmiert worden. Eine Person eingeklemmt, hieß es in der Alarmierung. Doch zum Glück handelte es sich dabei nur um eine Großübung.

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Das Auto musste für die Übung mit einem Kran auf die Gleise gehievt werden.

Quelle: tol

Engern. Großeinsatz in Engern: ein Auto ist Freitagabend, gegen 22.15 Uhr, von einem Zug der Nordwestbahn erfasst worden. Im Wagen sind zwei Insassen eingeklemmt. Im Zug viele weitere Verletzte. 

So lautete das Szenario einer Alarmübung, mit den Schwerpunkten: - Menschenrettung - Technische Hilfeleistung (Zugang in den Zug und Fahrzeug vor Zug) - Evakuierung des Zuges - Aufbau und Betreiben Verletztensammelplatz durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Mehr als 100 Kräfte von Feuerwehr und DRK sind bis kurz nach Mitternacht im Einsatz gewesen. 

Die Idee zur Übung hatte Thomas Reese, Ortsbrandmeister aus Engern, gehabt. Auch das Notfallmanagement der Deutschen Bahn AG und der Nord-West-Bahn waren sehr interessiert. Nach viel Vorplanung konnte das Vorhaben jetzt realisiert werden.

Auto auf die Gleise gehievt

Für die Ortsfeuerwehren Engern, Ahe, Steinbergen, Deckbergen, Westendorf, Schaumburg und Rinteln war es eine Alarmübung. Die Schnelle Einsatzgruppe des DRK Einsatzzuges Obernkirchen hatte an diesem Abend Übungsdienst, wusste allerdings nicht was sie erwarten würde.

Die Nord-West-Bahn stellte einen Zug zur Verfügung. Am Bahnhof Rinteln stiegen zwei Dutzend Freiwillige, von der Verletztendarstellungsgruppe des DRK ein, ihnen waren zuvor realistische Verletzungen geschminkt worden. Das Auto hievte Rene Langejürgen vom Abschleppdienst Ratz mit einem Kran auf die Gleise. Der Zug parkte dann dicht davor. Um 22.16 Uhr wählte der Zugführer den Notruf.

Sirenen heulten im Wesertal, wenigen Minuten später trafen die Feuerwehren ein. Aufgrund der vielen Verletzen lassen sie den Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, den Leitenden Notarzt und die DRK SEG vom Einsatzzug Obernkirchen nachalarmieren.

Realistisches Szenario

Am Bahndamm wird eifrig gearbeitet, Rettungsgerät herangeschafft, ausgeleuchtet. Das Auto wird gegen Wegrutschen stabilisiert, danach können die Insassen gerettet werden. Andere Feuerwehrleute öffnen den Zug, verschaffen sich einen Überblick, betreuen die Insassen. Der OrgLtr. Rettungsdienst und Leitende Notarzt sondieren die Verletzen im Zug, legen die Transportart zum Verletzen-Sammelplatz fest.

Auf der Herderstraße hat der DRK SEG Einsatzzug den Verletztensammelplatz eingerichtet. Verletzte werden versorgt und betreut. Notfallseelsorger sind ebenfalls an der Einsatzstelle bieten ihre Hilfe den Betroffenen, Einsatzkräften und Anwohnern an. Die Ortsfeuerwehr Uchtdorf übernimmt die Versorgung mit Getränken.

Ihre Rolle haben die Verletzen übrigens sehr realistisch gespielt, bieten den Feuerwehrleuten und DRK-Helfer unverhofft Extremsituationen.
Schließlich hat alles reibungslos geklappt. Übungsbeobachter werten ihre Eindrücke noch aus, damit einige Abläufe bei einem solchen Unglück verbessert werden können.  tol

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