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Guter Wille reicht nun mal nicht

Junge Führungskräfte bei Friedrichswalder Feuerwehr Guter Wille reicht nun mal nicht

Da hat die Ortsfeuerwehr Friedrichswald offensichtlich eine ganz besonders kernige Frauenriege herangezogen. Drei der vier aktiven Feuerwehrfrauen sind Atemschutzgeräteträgerinnen.

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 Frauke Dreier ist stellvertretende Ortsbrandmeisterin in Friedrichswald. Die 19-Jährige ist Teil eines jungen Führungsteams.

Quelle: cm

Friedrichswald. „Das hat uns gereizt, diese Herausforderung“, erklärt Frauke Dreier, eine der drei Mutigen. „Diese Ausbildung ist schon anstrengend. Man kommt an seine körperlichen und psychischen Grenzen.“ Jetzt sind die drei stolz, es geschafft zu haben.

 Die Bereitschaft, Herausforderungen anzunehmen, scheint bei Dreier wohl zur charakterlichen Grundausstattung zu gehören. Denn obwohl Mädchen und Frauen bei der Feuerwehr mittlerweile zum Alltag gehören und etliche Frauen in der Betreuung von Kinder- und Jugendfeuerwehren für ihre großartige Arbeit viel Anerkennung bekommen, gilt nach wie vor, dass Frauen in Führungspositionen noch selten sind. Eine Tatsache, die Dreier nicht abgeschreckt hat.

 Als in „ihrer“ Feuerwehr Not am Mann war, weil der langjährige Ortsbrandmeister Willi Bradt seine Funktion nicht länger ausüben konnte und sich die Nachfolge schwierig gestaltete, überlegte die junge Feuerwehrfrau nicht lange; „Jakob Höller bot an, Ortsbrandmeister zu werden, und da dachte ich, den würde ich als Stellvertreterin gern unterstützen. Mit Jakob kam ich schon immer gut aus“, erklärt – ganz selbstverständlich – die 19-jährige Feuerwehrnachwuchsfrau.

 So hat Friedrichswald jetzt eine ganz junge Doppelspitze bei der Feuerwehr. Das bringt zunächst auch einige bürokratische Schwierigkeiten mit sich. Zwar hat Dreier trotz ihrer Jugend schon etliche Fortbildungen im Feuerwehrbereich absolviert – Truppmann eins und zwei, Funkerlehrgang, besagte Atemschutzgeräteträgerausbildung sowie den Truppführerlehrgang hat sie abgeschlossen –, doch für ihre neue Position braucht sie noch die Qualifikationen zur Gruppenführerin eins und zwei. Solange sie diese nicht vorweisen kann, hat sie den Status einer kommissarischen Stellvertreterin.

 Wie Feuerwehrinsider wissen, reicht der eigene gute Wille zur Zulassung zu den Lehrgängen an der Celler Feuerwehrschule allerdings oft nicht aus. Dort gibt es zeitweilig ziemliche Engpässe. Die Nachfrage ist größer als das Angebot, und man braucht ein Quäntchen Glück, um einen Platz zu ergattern. Zwei Jahre hat Dreier Zeit, um die notwendige Qualifikation nachzuholen. „Im Moment ist es mir ganz lieb, wenn es noch ein bisschen dauert“, gibt die Vermessungstechnikerin im dritten Ausbildungsjahr zu. „Ich stehe beruflich kurz vor den Abschlussprüfungen, und das hat jetzt erst mal Priorität.“ Danach soll es mit vollem Einsatz in die Weiterbildung bei der Feuerwehr gehen. „Am liebsten mit Jakob zusammen. Der muss ja auch noch beide Lehrgänge machen.“

 Nachricht aus Celle über die Platzvergabe bei den nächsten Fortbildungen erwarten die Friedrichswalder Feuerwehrleute Ende Dezember. Es bleibt also spannend. cm

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