Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Halbzeit-Bilanz

Rehren/Borstel Halbzeit-Bilanz

Später, nach dem Vortrag, fahren alle nach Borstel und schauen sich dort die ehemalige Großbaustelle und heutige zweite Aue an. Und diese Sekundäraue, da sind sich alle einig, die ist ein Traum.

Voriger Artikel
Vollsperrung ab Donnerstag geplant
Nächster Artikel
Damit Gleise nutzbar bleiben

Hornlose und friedfertige Rinder: Vier Galloways beweiden die Nabu-Flächen.

Quelle: rnk

Rehren/Borstel. „Sie ist optimal“, sagt Projektleiter Ralf Berkhan, „wunderbar, das ist genau die natürliche Dynamik, die die Gelbbauchunke liebt, diesen unterspülten Bereich mit seinen teilweise mit Wasser gefüllten Lebensbereichen, die ab und an wieder austrocknen.“ Es sei, so Berkhan, eine Welt, in der diese Unken einmal gelebt hätten.

Es ist Halbzeit beim großen Gelbbauchunken-Projekt unter der Führung des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen. Das Großprojekt wird seit 2012 in acht Regionen mit 133 Gebieten umgesetzt. Die Projektregionen reichen von den nördlichen Ausläufern des Weserberglandes bis zum südlichen Oberrhein und finden sich in fünf Bundesländern: Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg. Jedes Jahr treffen sich in den unterschiedlichen Regionen die projektbezogenen Arbeitskreise, in Rehren tagten jetzt die Verantwortlichen für das nördliche Weserbergland.

Von den 133 Projektgebieten waren zu Beginn der Maßnahmen vor drei Jahren 60 Bereiche schon von den Unken besiedelt, der Rest waren „Orte mit Potenzial“, wie es Berkhan formuliert. Soll heißen: Es gab Orte wie die Steinbrüche in Liekwegen und Obernkirchen, in denen die Unke schon lebte, und Orte wie die Tonkuhle in Borstel, wo für sie Lebensraum geschaffen werden sollte. Ein Wohnangebot, von dem man aber nicht genau wusste, ob es die wanderfreudige Unke auch annehmen würde. Sie würde, wie man heute weiß.

18 Orte sind in den drei Jahren des Projektes „Stärkung und Vernetzung von Gelbbauchunken-Vorkommen in Deutschland“ hinzugekommen – entweder, weil die wanderfreudige Unke sie auf natürlichem Wege besiedelt hat oder weil die Naturschützer sie dort aussiedelten. Das Borsteler Gelände ist bundesweit das größte. „Dort hat man am meisten Geld in die Hand genommen“, erklärt Berkhan. Und auch mengenmäßig habe man dort am meisten Erde bewegt. Das ist heute allerdings nicht mehr zu sehen; der Erdhügel ist längst verschwunden.

Vierbeiner gibt es auf dem Gelände jetzt auch: Galloways. Wegen ihrer Robustheit, Widerstandsfähigkeit und ihres ausgeprägten Mutterinstinkts eignen sich diese Rinder besonders für die Ganzjahresfreilandhaltung. Galloways bringen einen hohen Nutzen in der extensiven Flächennutzung. Zum Schutz gegen extreme Witterung bieten sich natürliche Gegebenheiten wie Hecken oder Waldstücke an – und beides finden sie in Borstel vor. Galloways eignen sich besonders für die Landschaftspflege zur Offenhaltung von landwirtschaftlich nicht genutzter Fläche, im Einsatz in Naturschutzgebieten haben sie sich bewährt.rnk

Der NDR strahlt am Dienstag, 10. November, ab 18.15 Uhr im Rahmen seiner Serie NDR NaturNah eine Reportage zum Thema „Neues Leben im Steinbruch“ aus. Regisseurin Claudia Grimm begleitete das Gelbbauchunken-Team des Nabu Niedersachsen an fünf Drehtagen bei der Arbeit. Das Ergebnis stellt diverse Aktionen des Projekts vor. Die Sendung wird einen Tag später ab 13 Uhr wiederholt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg