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Heimatkunde kommt wieder

Förderpreis Museumspädagogik Heimatkunde kommt wieder

Ein bisschen Stolz darf bei den Mitgliedern des Extener Heimatvereins dann ruhig mitschwingen: Immerhin wird die Heimatstube jetzt in einem Atemzug mit sehr viel bekannteren Häusern wie der Kunsthalle in Emden, dem Focke-Museum in Bremen, dem Roemer-Pelizaeus-Museum Hildesheim und dem Museum für schaumburg-lippische Landesgeschichte in Bückeburg genannt.

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Hans Lochmann (von links) und Peter Kuhlenkamp, Regionaldirektor der VGH in Hameln, übergeben den Preis an Horst Vöge und Carolin Krämer.

Quelle: ll

Exten. Sie alle sind ausgezeichnet worden – mit dem Förderpreis Museumspädagogik der VGH-Stiftung. Gestern fand die offizielle Preisverleihung in der Heimatstube statt, die seit der aufwendigen Renovierung auch den Beinamen „Museum für Dorfkultur“ trägt.

„Wer denkt bei der Heimatstube in Exten schon an ein modernes Museum“, fragte denn Hans Lochmann, Laudator und Geschäftsführer des niedersächsischen Museumsverbands, um gleich selbst die Antwort zu liefern: „Ich bin von der runderneuerten Heimatsstube beeindruckt.“ Preiswürdig war die Idee des Heimatvereins, die hinter der Bewerbung für den Förderpreis stand. Diese Idee wurde mit rund 3500 Euro honoriert und mit dem Preisgeld wurde die ursprüngliche Idee in die Tat umgesetzt.

Seit vergangener Woche also gibt es druckfrisch ein neues „Mitmach- und Nachdenkbuch“ zur Sammlung der Extener Heimatstube. Es richtet sich an Kinder zwischen acht und zwölf Jahren. Das Buch soll ein Begleiter für Kinder sein, die das Dorfmuseum besuchen, erklärte der Vorsitzende des Heimatvereins, Horst Vöge. Darin sind unter anderem Rätsel über die Geschichte Extens enthalten, aber auch Aufgaben, die die Kinder in der Heimatstube erledigen können. „Familien als Besucher der Heimatstube werden mit Fragen zur Ortsgeschichte, Entdeckungen im Museum und zum persönlichen Leben zur Auseinandersetzung mit der Ortsgeschichte angeregt“, lobte Lochmann. All das diene auch zur Erschließung neuer Zielgruppen für das Museum. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des eigenen Wohnorts liegt laut Lochmann im Trend. „Heimatkunde ist wieder im Kommen“, meinte der Verbandsgeschäftsführer.

Schon während der Neuaufstellung der Sammlung in den vergangenen vier Jahren hat der Heimatverein Unterstützung von Studierenden der Universität Oldenburg bekommen – die gab es jetzt erneut. Die Studenten haben das neue Mitmachbuch entwickelt und gestaltet. Es sei viel mehr als eine Pflichtveranstaltung für die Studierenden gewesen, an dem Buch maßgeblich mitzuarbeiten, stellte Carolin Krämer heraus. Sie ist selbst Mitglied im Extener Heimatverein und Lehrende am Institut für materielle Kultur an der Uni Oldenburg. „Das Mitmach- und Nachdenkbuch ist ein Mittel, um noch stärker auf die Besucher zuzugehen“, sagte sie.

Die Heimatstube Exten hat einen neuen Weg gefunden, um auf die Dorfgeschichte aufmerksam zu machen. Jetzt müssen die Besucher ran. Das preisgekrönte Mitmach- und Nachdenkbuch ist in der Heimatstube erhältlich. Geöffnet ist dort jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr sowie auf Anfrage. ll

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