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Heimatverein übergibt Hartings Mühle an Mühlenfreunde

Im Sommer besenrein Heimatverein übergibt Hartings Mühle an Mühlenfreunde

Das Obergeschoss ist bereits entrümpelt, das alte Stroh abtransportiert. Im Sommer will der Heimatverein Kleinenbremen das Haupthaus von Hartings Mühle besenrein übergeben. Neuer Eigentümer ist der Mühlenverein des Kreises Minden-Lübbecke.

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„Wie eine schwarze Mauer“

Marode und gesperrt: Die Brücke über den Mühlenbach. ly

Kleinenbremen. Nutzer bleiben die Lütkenbremer Heimatfreunde. Und diese planen für den Kreismühlentag am Sonntag, 28. August, einen Flohmarkt auf der Diele des Hauptgebäudes. „Dabei wird vor allem das Porzellan angeboten“, kündigt Vorsitzender Walter Caselitz an. „Bei der Gelegenheit können die Besucher dann auch schon mal gucken, wie es hier aussieht. Das Inventar im Erdgeschoss bleibt erst einmal drin“, so Caselitz.

 Zum Ensemble gehört außerdem die eigentliche Hartingsche Wassermühle direkt nebenan, in der außer einem Mühlenstübchen auch Portas einziges Dorfmuseum untergebracht ist. Diese Ausstellung soll im Haupthaus erweitert werden, sobald das Gebäude umgebaut ist.

 Im Obergeschoss soll eine Hausmeisterwohnung entstehen, unten außer der Ausstellung ein Dorfcafé. Dort lagen früher Stallungen. Den Beginn der Umbauarbeiten erwarten Caselitz und seine Mitstreiter aber nicht mehr für 2016.

 Vorrang hat nämlich die Sicherung der Bausubstanz. „Das Fachwerk zur Ostseite muss instandgesetzt werden“, berichtet Schriftführerin Angelika Heine. Zunächst würden nun Bauzeichnungen des Gebäudes erstellt. Das übernimmt Architekt Heino Heine, der sich ehrenamtlich im Heimatverein engagiert. Er bewertet die Bausubstanz. Das Haus muss einer weiteren Bebauung standhalten können – eine Frage der Statik. „Das Problem ist, dass die alten Unterlagen fehlen“, erklärt Caselitz.

 Vorrang haben beim Heimatverein zurzeit zwei Projekte: der Umbau an Hartings Mühle und die Renaturierung des Kleinenbremer Mühlenbaches (wir berichten). Erst danach kommt das Lohmannsche Backhaus, gelegen hinter dem örtlichen Kindergarten.

 Während der Jahresversammlung hatte Caselitz bekannt gegeben, dass aus der geplanten Nutzungsvereinbarung mit der Dorfgemeinschaft nun doch nichts wird. Diese hatte vor, das Lohmannsche Backhaus zu übernehmen, um sich ein eigenes Domizil zu schaffen.

 „Unser Projektleiter ist in eine andere Stadt umgezogen“, bedauert Wilfried Pehmeyer, Vizevorsitzender des Vereins Dorfgemeinschaft. „Wir sind im Grunde ein Boule-Verein, unser Altersschnitt liegt über 60. Dieses Projekt in Angriff zu nehmen, schaffen wir nicht“, meint Pehmeyer.

 Zunächst müsste an der Stelle ohnehin die marode und zwischenzeitlich gesperrte Brücke über den Mühlenbach erneuert werden. Allein dafür rechnet Caselitz mit Kosten in Höhe von bis zu 5000 Euro. „Den Genehmigungsbescheid der Unteren Wasserbehörde haben wir“, erklärt der Vorsitzende. „Die Brücke kann aber trotzdem nicht instandgesetzt werden, weil daran Nebenbestimmungen geknüpft sind, die wir nicht erfüllen wollen“, ergänzt er.

 Verlangt würden eine geprüfte Statik sowie die Übernahme der Verkehrssicherungspflicht durch den Verein. Nach dem Willen der Heimatfreunde soll dies jedoch die Stadt übernehmen. ly

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