Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Hoch hinaus

Senioren-Bergsteiger auf Tour Hoch hinaus

Als Lohn der Mühe erwartet die beiden Kraxler am Alpspitzgipfel in einer Höhe von 2628 Metern eine überwältigende Rundsicht: Vom nahen Blassenkamm geht der Blick zunächst zum Waxensteinkamm, zur Wettersteinwand und zum Karwendel.

Voriger Artikel
Chaos mit Ansage
Nächster Artikel
Thorsten Frühmark (CDU) wird Ortsbürgermeister

Gerhard Fischbeck (l.) und Bodo Kuhn auf dem Gipfel.

Quelle: pr

ROLFSHAGEN/RINTELN. Unter ihnen zwängt sich das Höllental mit seinem Ferner durch das Felsgewände, gegen Norden gleiten Loisach und Isar silberglänzend ins Flachland hinaus. Die reinen Fakten: 3209 Meter im Aufstieg, 3361 Meter im Abstieg – und 42 Kilometer Fußmarsch in fünf Tagen. So liest sich die Bilanz der Bergtour der beiden Senioren-Bergsteiger aus Rolfshagen und Rinteln, die Bilanz von Bodo Kuhn und Gerhard Fischbeck.

Kuhn ist 74 Jahre und Fischbeck 72 Jahre alt. Gemeinsame Bergtouren unternehmen sie seit 2007; sie gehen jedes Jahr auf Tour. In dieser Zeit haben sie dreimal die Zugspitze, den Ehrwalder Sonnenspitz sowie Watzmann mit Überschreitung und Umrundung bestiegen, und je zweimal die Alpspitze und den Großen Haffner im Nationalpark Hohe Tauern.

Die Bergkameradschaft ergab sich eher zufällig: Gerhard Fischbeck wollte auf die Zugspitze durch das Reintal und suchte einen Begleiter, denn Alleingänge hatte seine Ehefrau ihm verboten. So fand er Bodo Kuhn, damals ein Neuling.

Viele Wege gemeistert

Fischbeck hatte dagegen schon viele Touren allein und in Gruppen gemacht, etwa zweimal von Oberstdorf nach Meran und diverse Aufstiege im Nationalpark Hohe Tauern. Dass Fischbeck ein anspruchsvoller Bergwanderer ist, zeigt ein Blick auf die Strecke von Oberstdorf nach Meran, sie gehört zu den Klassikern: 140 Kilometer, fünf Bergketten und sechs Täler, 10000 Meter im Aufstieg und fast eben so viel im Abstieg – einmal zu Fuß über das mächtigste Gebirge Europas. Nach Bergtouren im Wettersteingebirge war in diesem Jahr wieder das Wettersteingebiet mit Zugspitze und Alpspitze als Tourenziel von Fischbeck und Kuhn vorgesehen. Wesentlicher Grund dafür war Neugier auf die neu gebaute Höllentalhütte, die erst 2015 in Betrieb genommen wurde. Der Neubau erfüllt alle Erwartungen auf Restauration, Sanitäranlagen und Trockenräume, aber leider sind die Bettenlager mit rund zwölf Quadratmetern für acht Personen arg klein geraten, stellten die beiden fest.

Aber das tat der Stimmung kein Abbruch. Die folgenden Tage führten zum Höllentalferner, zum Osterwalderkopf und auf die Alpspitze, dem zweithöchsten deutschen Berg. Die Alpspitze ist einer der markantesten und schönsten Berggestalten der nördlichen Alpen und über die „Alpspitzferrata“, einer Klettersteiganlage, gut erschlossen. Ausgangspunkt der Tour war das Kreuzeckhaus, der Abstieg erfolgte am letzten Tag über rund 1000 Meter zur Partnach-Klamm und zurück zum Ausgangsort, den Bahnhof Garmisch-Partenkirchen. rnk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg