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Hochwasser zukünftig verhindern

Steinbergen / Planungen Hochwasser zukünftig verhindern

210000 Euro wird der Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln in ein neues Regenrückhaltebecken in Steinbergen investieren. Es soll östlich des Bahndamms im Bereich der Straße Im Roten Tor angelegt werden und das Oberflächenwasser aufnehmen, das in dem Gebiet westlich der B 83 anfällt. Dadurch sollen Schäden, wie sie beim Starkregen am 29. Juni des vergangenen Jahres aufgetreten sind, verhindert oder zumindest verringert werden.

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 Irgendwo im Bereich „Im Roten Tor“ soll östlich des Bahndamms ein Regenrückhaltebecken entstehen.

Quelle: jaj

Steinbergen. Steinbergen (jaj). Bei dem geplanten Regenrückhaltebecken handelt es sich um ein Trockenbecken, erläutert Peter Koller, Werkleiter des Abwasserbetriebs. Gibt es außergewöhnlich viel Niederschlag in kurzer Zeit, wird das Wasser in dem Regenrückhaltebecken eingestaut. Es wird gepuffert und anschließend dosiert wieder der Kanalisation zugeführt. Dadurch sollen Situationen, wie die im vergangenen Juni, verhindert werden, bei denen es stellenweise hochwasserähnliche Situationen gab, weil das Wasser nicht schnell genug ablaufen konnte.

 Mit der Umstellung vom sogenannten Misch- aufs Trennsystem, die seit dem Jahr 2000 in Steinbergen vorangetrieben und in den kommenden Jahren fortgeführt wird, hat das Regenrückhaltebecken jedoch nur indirekt zu tun. „Der Querschnitt der Rohre bleibt derselbe“, sagt Koller. Das heißt, dass nach der Umstellung genauso viel Niederschlagswasser aufgenommen werden kann wie vor der Umstellung. Es nimmt nur andere Wege.

 Das gesamte Abwasser, das westlich der B83 anfällt, wird zurzeit noch in einer Kombination aus Misch- und Trennsystem abgeführt. Beim Mischsystem laufen Schmutz- und Regenwasser in einem gemeinsamen Rohr und werden gemeinsam dem Schmutzwasserpumpwerk am Sportplatz in Engern zugeführt.

 Beim Trennsystem, das langfristig überall in Steinbergen eingeführt werden soll, fließen Schmutz- und Regenwasser in unterschiedlichen Rohren. Das Schmutzwasser wird ebenfalls zum Schmutzwasserpumpwerk geleitet, das Regenwasser zum alten Klärwerk an der Kirchstraße, das mittlerweile zu einem Regenüberlaufbecken umgebaut worden ist. Von dort aus wird es dann dem als „Grenzgraben hinterm Heinekamp“ bezeichneten „Vorfluter“ zugeführt, bevor es über den Schildgraben in die Weser fließt.

 Bei Starkregenvorfällen soll das neue Regenrückhaltebecken dazu dienen, eine Überlastung des Vorfluters zu verhindern und Anlieger schützen. 4500 Kubikmeter soll das Becken fassen, das als „grünes Becken“ geplant ist. Das bedeutet, dass es komplett mit Rasen eingesät wird.

 Beim jüngsten Treffen des Ortsrats hatte Ortsbürgermeister Heiner Bartling angeregt, dass ein Vertreter des Abwasserbetriebs in der nächsten Sitzung dazu kommen solle, um noch einmal detailliert über das geplante Becken zu berichten. „Wir werden diese Einladung gerne wahrnehmen und den Standort, die Ausführung und den Betrieb des Regenrückhaltebeckens vorstellen“, verspricht Koller. Diese Sitzung wird voraussichtlich noch vor der Sommerpause einberufen, ein genauer Termin ist bislang jedoch noch nicht festgesetzt worden.

 Der Baubeginn für das Regenrückhaltebecken steht noch nicht fest. Anders eine andere Baumaßnahme des Abwasserbetriebs: Nach den Sommerferien soll begonnen werden, in der Gartenstraße die Kanalisation auf Trennsystem umzustellen.

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