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Hochwassergefahr nicht gebannt

Gewässerschau des Unterhaltungsverbandes Hochwassergefahr nicht gebannt

Die Exter macht zurzeit einen äußerst friedlichen Eindruck. Seit einigen Jahren schon sind die Winter- und Frühjahrshochwasser ausgeblieben, die das in der Regel so beschauliche Flüsschen über die Ufer treten lassen.

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Äste von dieser Größe sind normales Treibgut und eigentlich kein Porblem, zeigen Manfred Requardt, Ursula Arning-Förster und Bernd Kirchhoff.

Quelle: who

Exten. Aber es gibt keine Garantie, dass sich das nicht plötzlich ändern und die Exter als „reißender Strom“ zur großen Gefahr für die Anliegerorte wie Exten und ihre Bewohner werden könnte.

 In so einem Falle ist es extrem wichtig, dass ihr nicht durch Strömungshindernisse wie Treibgutbänke, ins Wasser gefallene Äste, Baumstämme oder unterspülte Ufer der Weg zur Weser verbaut wird. Dafür, dass dieses Risiko verhindert oder auf jeden Fall vermindert wird, dienen die alljährlichen Begehungen des „Unterhaltungsverbandes Nr. 28 Exter-Wesertal“.

 Die Verbandsschau 2015 vom vergangenen Freitag erbrachte: „Die Exter befindet sich in einem sehr guten Gesamtzustand.“ Dies erklärte Bernd Kirchhoff aus Exten als zweiter Vorsitzender des Unterhaltungsverbandes im Anschluss an Begehung und Abschlussbesprechung im Waldgasthaus Homberg in Strücken.

 Mit Morgennebel erwartete die Exter die rund 20 Gewässerbegeher (meist interessierte Bürger oder betroffene Anrainer), die sich nahe der Brücke im Zuge der Ortsdurchfahrt trafen und sich, aufgeteilt in drei Trupps, auf ihren Erkundungsfußmarsch entlang der Ufer machten. Denn, so Kirchhoff: „Wir aus der Stadt Rinteln sind zuständig für den Herrengraben von der Möllenbecker Feldmark bis nach Exten, den Deckberger Bach und die untere Exter.“

 „Sehr guter Zustand und sehr sauber“, fasste Kirchhoff das Ergebnis für die untere Exter zusammen. Die Gruppe hatte sich aufgeteilt und war aus entgegengesetzter Richtung von der Landesgrenze beim Bögerhof bei Krankenhagen sowie von der Mündung in die Weser entlang der Ufer zum Ausgangspunkt zurückmarschiert. Dabei gab es kaum Beanstandungen. „Vor einigen Jahren ist sehr viel gemacht worden, und jetzt ist Ruhe.“ Dank des „sehr guten Drahtes“ zur Stadt und der „sehr guten Zusammenarbeit mit den zuständigen Institutionen“ zeige sich die Exter zurzeit in Bestform.

 Eine Begehung dauert jeweils von etwa 8.30 bis 12 Uhr. Vorgefundene Unregelmäßigkeiten werden notiert und kartografiert, damit der Unterhaltungsverband, die Stadt Rinteln oder der Landkreis Schaumburg die nötigen Arbeiten punktgenau veranlassen können. Ausgeführt werden die nachfolgenden Arbeiten entweder von Mitarbeitern der verantwortlichen Institutionen oder von einem beauftragten Generalunternehmen. Die Vorarbeiten dafür übernehmen die Gewässerbegeher, die ähnlich wie Wahlhelfer vom Verband oder der Stadt Rinteln berufen werden. Zu ihren Aufgaben gehört es, eine Vorab-Dokumentation zu erstellen – mit Eintragungen der beanstandeten Punkte in Formulare beziehungsweise Landkarten als Arbeitsgrundlage für Räumungen und Reparaturen von Uferbereichen.

 Da sich dieses Mal, abgesehen etwa von einem gestrandeten Baumstamm direkt auf dem Wehr beim Extener Dorfanger keine gravierenden Beanstandungen ergaben, konnte auch Manfred Requadt als Mitglied der Extener Hochwasserinitiative am Ende wie Kirchhoff zufrieden feststellen: „Die Exter ist wieder sauber. Stadt und Unterhaltungsverband haben wirklich sehr viel getan.“

 Requadt, der dem Ortsrat Exten angehört, kündigte an, der Rat werde die mit Politikern aus Extertal begonnenen Gespräche fortsetzen, um Initiativen zur Entschärfung der Hochwassergefahr zu erarbeiten. who

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