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Hoffnung fürs Steinzeichen

Wiedereröffnung geplant Hoffnung fürs Steinzeichen

Bis zu 40.000 Besucher hat die Erlebniswelt Steinzeichen Steinbergen jedes Jahr nach Rinteln gelockt. Im vergangenen Jahr war damit plötzlich Schluss: Vier Tage vor der geplanten Eröffnung im April wurde bekannt, dass die Tore geschlossen bleiben. Wie es weitergeht, entscheidet nun das Amtsgericht.

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Geht alles gut, könnte das Steinzeichen bereits am 1. April wiedereröffnet werden.

Quelle: jan

Steinbergen. Am morgigen Donnerstag steht die entscheidende Verhandlung vor dem Amtsgericht Bückeburg an.

Doch hinter den Kulissen sind zahlreiche Akteure schon kurz nach dem ersten Pressebericht aktiv geworden. Bürgermeister Thomas Priemer gab öffentlich die Marschrichtung vor: „Für mich ist nicht die Frage, ob er wiedereröffnet wird, sondern nur wie und wann.“

Nun soll der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag 5000 Euro lockermachen, um die Wiedereröffnung vielleicht schon in diesem Jahr zu ermöglichen. Auch dem Landkreis Schaumburg liegt ein Antrag der Touristikagentur Westliches Weserbergland vor, der 12500 Euro als Sonderzuschuss für Marketing zur Inbetriebnahme benötigt. Entscheiden wird darüber der Kreistag Ende Februar. Auch die Stadtwerke Rinteln sollen eine Beteiligung signalisiert haben.

"Ziel ist die Wiedereröffnung"

Der Geschäftsführer des Touristikzentrums, Matthias Gräbner, erklärt: „Wir haben bei verschiedenen Organisationen und Institutionen angefragt. Das Ziel ist auf jeden Fall eine Wiedereröffnung.“ Entscheidend sei aber, wie sich die Gläubiger im Insolvenzverfahren positionieren. „Das ist die Grundvoraussetzung.“ Gebe man dem Projekt dort noch zwei Jahre Zeit, wieder auf die Füße zu kommen, sieht Gräbner eine positive Zukunft.

Eine Förderung über das Leader-Programm soll dann eine Neukonzeptionierung des Parks ermöglichen. Aus dem EU-Fördertopf werden seit 1991 innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Bis dahin gebe es mehrere Möglichkeiten, den Park quasi auf Sparflamme weiterzubetreiben.

Noch keinen Gewinn gemacht

Ein Verfechter dieser Lösung ist Christian Reinhardt, Geschäftsführer „Hoch Hinaus GmbH“, der erst 2011 80.000 Euro in einen „Air Trail“ genannten Seilrutschpark investiert hat. Bis zum heutigen Tag habe er mit dem Park noch keinen Gewinn gemacht, erklärt Reinhardt. „Wir nehmen schon die ganze Zeit Geld in die Hand, um ihn am Leben zu erhalten.“ Dieses Engagement will er auch fortsetzen. Denn der „Air Trail“ ist eine bislang einmalige Musteranlage des eigentlich als Hersteller derartiger Hochseilgärten aktiven Unternehmens. Auch für ihn hängt nun alles vom Termin am Donnerstag ab.

Mindestens 20.000 Besucher im Jahr nötig

Um den Weiterbetrieb des Steinzeichens zu ermöglichen, könnte das Touristikzentrum Westliches Weserbergland selbst die Regie übernehmen. Dafür soll eine Tochtergesellschaft als GmbH gegründet werden, über einen entsprechenden Antrag wird unter anderem am Donnerstag der Stadtrat entscheiden. Dazu Priemer: „Die Stadt Rinteln hat höchstes Interesse daran, den Park weiterzuführen.“ Das Ziel sei, den Park schon mit 1. April wieder betreiben zu können. „Wenn der Park noch ein Jahr ruht, wird der Wiederbetrieb schwierig.“ Die Stadt rechne derzeit mit mindestens 10.000 Besuchern im Jahr. Ab 20.000 Personen befinde man sich in der Gewinnzone. 2014 besuchten 38.000 Menschen den Park. „Es ist unsere Aufgabe, die Insolvenz nicht einfach nur zu beweinen, sondern aktiv etwas zu tun“, sagt Priemer.

Deswegen werde sich auch der Bauhof im Rahmen seiner Möglichkeiten für den Park engagieren. Priemer möchte den Park dann auch mit regulären Öffnungszeiten, allerdings etwas eingeschränktem Programm wiedereröffnen. „Ich bin davon überzeugt, dass das Konzept greifen kann.“ jak

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