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Im Brandfall zu wenig Wasserdruck

Brandschutz verbessern Im Brandfall zu wenig Wasserdruck

Rund 40000 Euro muss die Gemeinde Auetal investieren, um den Brandschutz in Kathrinhagen, im Bereich „An der Eulenburg“, sicherzustellen. Im oberen Bereich der Straße, nahe der Schutzhütte und dem Wassertretbecken, soll ein Löschwasserbehälter eingebaut werden.

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Der Teil Kathrinhagens an der Eulenburg kann im Fall eines Brandes nicht ausreichend mit Löschwasser versorgt werden.

Quelle: la

KATHRINHAGEN. „Das ist erforderlich, da dort der Wasserdruck nicht mehr hoch genug ist, um eine ausreichende Löschwasserversorgung zu gewährleisten“, erklärte Bürgermeister Heinz Kraschewski auf Anfrage unserer Zeitung. Der Wasserverband Nordschaumburg, der für die Trinkwasserversorgung zuständig ist, könne aus genannten Gründen nicht zusätzlich für ausreichend Löschwasser sorgen.

„Dazu müssten größere Rohre verbaut werden, aber zu groß darf der Rohrdurchschnitt für Trinkwasser nicht sein, denn dann entsteht die Gefahr der Verkeimung“, erläuterte der Bürgermeister.

Steigung verhindert den Druck

Ein in etwa 600 Metern Entfernung verfügbarer Wasserbehälter mit 100.000 Litern Wasser sei nicht geeignet, die Versorgung kurzfristig zu gewährleisten, da aufgrund der vorhandenen Steigung der nötige Druck nur durch den Einsatz von mindestens zwei bis drei Pumpen erreicht werden kann. Eine schnelle Brandbekämpfung ist damit dort nicht möglich, ist in der Vorlage zur öffentlichen Sitzung des Feuerschutzausschusses der Gemeinde Auetal zu lesen, die am Montag, 11. Dezember, um 17 Uhr im Spiegelsaal der Alten Molkerei stattfindet.

„Eine solche Lösung ist nicht einzigartig“, stellte Kraschewski fest. Auch in Rannenberg gebe es einen Löschwasserbehälter, da der Druck der Trinkwasserleitungen für einen Löschangriff im Brandfall nicht ausreichen würde. „Da der Brandschutz Gemeindesache ist, müssen wir hier handeln“, so Kraschewski.

Beraten wird von den Mitgliedern des Feuerschutzausschusses am Montag der Haushaltsentwurf für den Bereich Feuerwehr mit einem erheblichen Umfang.

Neben den wiederkehrenden Kosten für Unterhaltung von Fahrzeugen, Inventar und Geräten hat Gemeindebrandmeister Michael Möller „besondere Wünsche“ der Ortsfeuerwehr Rehren-Westerwald im Haushalt beantragt.

Gerüstet sein für intensive Einsätze auf der A2

Für die häufigen und intensiven Einsätze auf der Autobahn 2, bei denen die Feuerwehrleute immer wieder eingeklemmte Personen aus Fahrzeugtrümmern befreien und Brände bekämpfen müssen, werden Rettungssätze, Trennschleifer und Sägen benötigt. Diese müssen in der Lage sein, sowohl Metall als auch Verbundglas zu schneiden. Bei einem Einsatz im Oktober dieses Jahres erwiesen sich die vorhandenen Geräte als gänzlich ungeeignet. Ein moderner Lkw-Aufbau konnte nicht zerlegt, der Brand nur schwierig bekämpft werden. Daher beantragt der Gemeindebrandmeister eine Rettungssäge, die auch zur Brandbekämpfung in Gebäuden sinnvoll ist. Die Kosten werden mit 2500 Euro veranschlagt.

 Außerdem soll für die Ortsfeuerwehr Rehren-Westerwald ein Industrie-Tablet für 2500 Euro angeschafft werden. Damit könnten Abläufe an Einsatzorten optimiert werden, weil wichtige Informationen zu Fahrzeugen, Gebäuden und gefährlichen Stoffen abgerufen werden können.

 „Das minimiert Risiken für die Bevölkerung und Einsatzkräfte deutlich, beziehungsweise hilft den Einsatzkräften dabei, die notwendigen Maßnahmen zu erkennen und frühzeitig umzusetzen“, begründet der Gemeindebrandmeister den Antrag.

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