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In Schutt und Asche

Vier Wohnwagen brennen in Todenmann aus In Schutt und Asche

Ralf Eikermanns Traum vom Camperfrühling am Helenensee ist geplatzt. Fassungslos steht der Bielefelder vor dem Haufen verrußter Überreste seines Wohnwagens.

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Neun Propangasflaschen hat die Feuerwehr aus den betroffenen Parzellen geholt.

Quelle: tol

Todenmann. Von diesem ist nur noch die Deichsel zu erkennen, sonst nichts. Umstehende Camper rätseln, was das Feuer verursacht haben könnte, versuchen, den Mann in der gelben Jacke zumindest ein wenig aufzumuntern.

 Am Abend zuvor haben die Flammen den Wohnwagen, den Eikermann gerade mal ein Jahr lang besitzt, in Schutt und Asche gelegt. Ein lauter Knall hatte gegen 20.30 Uhr die Leute vom Helenensee aufgeschreckt. Dann loderte auch schon das Feuer, griff von Eikermanns Parzelle auf drei unmittelbar daneben stehende Wohnwagen über und zerstörte auch diese weitgehend. „Dass niemand verletzt wurde, ist reines Glück“, sagt Eikermann, denn alle betroffenen Wohnwagen sind derzeit unbewohnt. Der Bielefelder wollte vor Ostern mit den Saisonarbeiten loslegen. Der Camper aus Leidenschaft hatte seine Plätze früher an der See, doch „das wurde mir zu teuer“. Dies sei sein vierter Platz. Ob ihn das Brandunglück am Ende noch teurer zu stehen kommt als die Seeluft, ist derzeit kaum zu sagen. Auf 10000 Euro wird der Schaden geschätzt.

 Der Wohnwagen war nicht mehr der Jüngste – 40 Jahre hatte er auf dem Buckel – doch auch das Vorzelt und die komplette Einrichtung sind zerstört worden. Wie es nun weitergeht, weiß Eikermann nicht so genau. „Wenn die Staatsanwaltschaft das verbrannte Zeug freigibt, werde ich hier aufräumen.“

 Ob es danach für einen neuen Wohnwagen reicht, auch das weiß Eikermann nicht, und ebenso wenig, wie das passieren konnte. „Alles, was am Strom hing, war ausgeschaltet. Vielleicht gab es irgendwo einen Kriechstrom.“

 Eins steht fest: Neun Propangasflaschen hat die Feuerwehr während der Löscharbeiten von den vier betroffenen Parzellen geholt. „Drei Gasflaschen hatte ich am Wohnwagen“, sagt Eikermann, eine für die Küche, eine im Vorzelt und eine unbenutzte für die Standheizung.

 Dass es auf dem Gelände zu keiner Katastrophe gekommen ist, war wohl auch der Windstille zu verdanken, meinten einige aus den Reihen der Feuerwehrleute, die noch den Großbrand am Doktorsee vor Augen hatten. Die Polizei hat gestern mit dem Einsatz eines Spürhundes, spezialisiert auf Brandbeschleuniger, ihre Ermittlungen aufgenommen. jan

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