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Initiative schmeißt hin

Goldbeck Initiative schmeißt hin

Seit Jahrhunderten trotzt Goldbeck auf dem Taubenberg den Widrigkeiten der Zeit. Infolgedessen konnte im vergangenen Jahr 1000-jähriges Bestehen gefeiert.

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Marc Sandermann (links) und Danny Taron sehen optimistisch in die Zukunft von Goldbeck – auch ohne die „Initiative Goldbeck 1000 plus“.pk

Goldbeck. Aber es wäre nicht Goldbeck, wenn die Goldbecker nicht schon vor der Feier Überlegungen angestellt hätten, wie sie für ihr Dorf eine gesunde Grundlage für die Zukunft schaffen können. Und es waren ausgesprochen junge Goldbecker, die in diesem Zuge ein ehrgeiziges Projekt ins Leben riefen: die „Initiative Goldbeck 1000 plus“. Zunächst schien es, als fruchtete die Initiative. Doch nach knapp zwei Jahren hat sie sich nun aufgelöst. In der Café-Ecke des Dorfladens haben Danny Taron und Marc Sandermann, zwei der einst fünf Initiatoren, dieser Zeitung die Gründe für die Auflösung erläutert.

 Das Ende der Initiative lasse sich auf zwei einfache Ursachen zurückführen, erklären die beiden. Von den fünf Initiatoren wohnt nur noch einer (Marc Sandermann) in Goldbeck, vier leben inzwischen in anderen Ortsteilen und einer in Bielefeld. Dadurch fehlte langfristig der direkte Kontakt vor Ort.

 Der andere Faktor: Die Resonanz auf die Initiative habe sich einfach sehr in Grenzen gehalten, so Taron. Dabei sei von Anfang an klar gewesen: „Wir bieten uns euch als Ansprechpartner und Koordinatoren an – aber machen müsst ihr selbst.“ Was nicht heißen soll, dass die fünf Goldbecker nicht auch selbst hätten Hand anlegen wollen. Aber sie wollten eben diese gewisse „Vereinskultur“ verhindern. „In den Vereinen bleibt ja immer alles am Vorstand hängen – und das ist zu viel“, sagt Taron. Und mit Gemeinschaft habe das ja auch nicht viel gemein. Entsprechend verständnisvoll hätten die Vereinsvorstände auf die Auflösung reagiert.

 Sandermann und Taron bedauern das Ende der „Initiative“. „Das ist super schade“, sagt Taron. „Es gab viele Ansätze für Jung und Alt, aber niemand wollte es selbst in die Hand nehmen, dabei hatte die Stadt finanzielle Unterstützung signalisiert.“

 Aber auch wenn nichts direkt aus der Initiative hervorgegangen ist, so sei sie nicht vergebens gewesen, sondern habe als Impulsgeber durchaus funktioniert. „Es gibt jetzt einen Klönabend, der im Zuge der Organisation der 1000-Jahr-Feier entstand“, erzählt Sandermann. Darüber hinaus hat der Handwerkerverein einen sogenannten „Ideen-Stammtisch“ ins Leben gerufen – nicht nur für die Mitglieder des Handwerkervereins, sondern für jedermann. Der nächste Termin ist am Freitag, 7. November, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Und Sandermann selbst arbeitet derzeit gemeinsam mit Bodo Budde daran, ein regelmäßiges Luftsportschießen zu organisieren.

 Langfristig wäre es schön, so Taron und Sandermann, wenn es eine Jugendeinrichtung geben würde. „Für 14- bis 18-Jährige gibt es hier außer der Jugendfeuerwehr nichts.“ pk

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