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Investoren geben nicht auf

Windkraft Investoren geben nicht auf

Genug Wind ist da auf dem Taubenberg. Deshalb drehen sich auf lippischer Seite auch mehrere Windräder an der Landesgrenze. Die Investoren der Windmühlenkontor GmbH & Co. KG aus Lemgo würden auch gern auf Goldbecker Flächen aus Wind Strom und somit Geld machen, doch der Gegenwind vom Landkreis Schaumburg bläst ihnen bisher zu stark ins Gesicht.

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Goldbeck (dil). „Für drei Anlagen haben diese Investoren bei uns einen Bauvorbescheid nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beantragt“, teilt Schaumburgs Baudezernent Fritz Klebe auf Anfrage mit. „Wir haben das abgelehnt, weil wir dort ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen haben.“ Der Kreistag hatte schon vor etwa zwei Jahren eine beantragte Teillöschung des Landschaftsschutzgebietes Lipper Berge zugunsten von Windrädern abgelehnt.

 Damals wollten einige Kreispolitiker in Goldbeck ein Ventil für die grundsätzlich erwünschte Windenergienutzung schaffen, deren Anlagen man im Wesertal zwischen Gut Echtringhausen, der Schaumburg und Kohlenstädt vehement ablehnte. Auch dort werden wohl wieder Gerichte entscheiden (wir berichteten).

 Die Lemgoer Investoren klagten gegen die Ablehnung des Kreises beim Verwaltungsgericht Hannover und bekamen wieder eine Abfuhr. Mangels grundsätzlicher Aspekte erklärte das Gericht mit Urteil vom 1. Juli 2015 eine Berufung für unzulässig, berichtet Klebe.

 Aber auch dies entmutigte die Investoren nicht. Sie haben beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg nun den Antrag auf Zulassung einer Revision eingereicht. Klebe: „Das OVG hört nun die Beteiligten an, um über den Antrag zu entscheiden, ob es eine Revision geben soll.“

 Vor der Entscheidung des Verwaltungsgerichts hatte es übrigens einen Außentermin der Richter mit Landrat Jörg Farr auf dem Taubenberg gegeben (wir berichteten). Vor Jahren waren auch Goldbecker Investoren im Spiel, nach der Kreistagsentscheidung gegen die Teillöschung des Landschaftsschutzgebietes kehrte jedoch Ruhe ein. Nur die Lemgoer sind noch im Rennen. Von den drei beantragten Windrädern hat eines eine Nabenhöhe von 64 Metern und eine Gesamthöhe mit Flügeln von 99 Metern. Die anderen beiden Anlagen haben 108,38 Meter Nabenhöhe und eine Gesamthöhe von 143,38 Metern.

 Der Investor, eine kleinere Firma, verweigerte auf Telefonanfrage jeden Kommentar.

 Der Gegenwind des Landkreises bläst den Windkraft-Investoren am Taubenberg stark ins Gesicht.

 Symbolfoto:dpa

 Der Gegenwind des Landkreises bläst den Windkraft-Investoren am Taubenberg stark ins Gesicht.dpa

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