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Jeden Morgen Chaos

Exten Jeden Morgen Chaos

Elf Jahre lang ist um ein Grundstück für Parkplätze und Buswendeschleife an der Behrenstraße gepokert worden. Vier Jahre lang lief ein Enteignungsverfahren, das die Enteignungsstelle des Innenministeriums Anfang dieses Jahres aus formalen Gründen gekippt hat. Somit wird aus der Buswendeschleife mit Fußweg zu Schule und Kindergarten nichts.

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Der Schulbus muss über die Regetestraße durch die Siedlung „Zum Kattenmeer“ und „Auf der Behrn“ fahren.

Quelle: jan

EXTEN.  Der Ortsrat zeichnete in seiner jüngsten Sitzung ein dramatisches Bild der Lage. Der Verkehr auf der Regetestraße habe von Jahr zu Jahr immer mehr zugenommen. Es habe bereits mehrere „Beinaheunfälle“ gegeben. Zuhörer und Vater Christian Voss formulierte das so: „Ich habe Bauchschmerzen, meine Kinder da langgehen zu lassen.“ Für ihn sei es nur eine Frage der Zeit, bis ein Kind auf dem Weg zu Schule oder Kindergarten angefahren werde. Dann sei das Drama da und die Schuldzuweisungen, die Frage, warum hat niemand etwas unternommen?

Aus konkreten Zahlen kann auf die tatsächliche Verkehrsbelastung geschlossen werden: Die Grundschule besuchen derzeit 162 Jungen und Mädchen. Dazu kommt das Personal: 15 Lehrerinnen und Anwärterinnen plus weitere Mitarbeiter.

"Rush Hour" am Morgen und Mittag

In die Kindertagesstätte Minnimax gehen 108 Kinder. Dazu kommen 18 Erzieherinnen plus sechs Praktikanten. Alle Kitakinder und die meisten Schulkinder werden von den Eltern gebracht und wieder abgeholt. Das bedeutet „Rush Hour“ am frühen Morgen und gegen Mittag.

Wie sehen Anwohner die Situation? Die sagen, weil die Straße so eng sei, auf einer Seite geparkt werde, es Einmündungen gebe, würde hier auch langsam gefahren. Dass am frühen Morgen Verkehrschaos herrsche sei richtig: „Eltern stellen unsere Einfahrten zu. Parken da bis zu einer Viertelstunde, wenn sie ihre Kinder wegbringen. Wir kommen deshalb manchmal morgens zu spät zur Arbeit. Das ist ärgerlich.“

Alternativen bieten noch keine optimale Lösung

Was sind die Optionen? Die Stadt könnte möglicherweise statt des ursprünglich vorgesehenen Grundstückes an der Behrenstraße ein anderes Grundstück erwerben und daraus einen Parkplatz für die Eltern machen. Das Problem dabei: Von diesem Grundstück gibt es keinen Fußweg zum Kindergarten und zur Schule. Es fehlen rund 25 Meter für einen zwei Meter breiten Fußweg. Und die Eigentümer wollen nicht verkaufen, weil sie befürchten, dann laufen alle „über unsere Terrasse“. Und vor ihrer Haustür wäre ständig Parkverkehr.

Weitere Ideen: Die Regetestraße wird Einbahnstraße oder Spielstraße. Doch dagegen laufen die Anwohner Sturm, die dann Umwege fahren müssten. Außerdem werde auf einer Einbahnstraße zu schnell gefahren, weil niemand mehr, wie bisher, bei Gegenverkehr auf der schmalen Straße abbremsen muss. Und bei einem Ausbau zu einer Spielstraße fürchten Anwohner, dass sie zur Kasse gebeten werden.

Verhandlungen gehen weiter

Die Stadt könnte einen Fußweg an der Regetestraße anlegen. Doch dafür müssten ebenfalls Anwohner Grund und Boden abgeben. Dass sei unwahrscheinlich, sagen Ortsratsmitglieder.

Wie geht es weiter? Stadtjurist Joachim Steinbeck versicherte, man werde weiter mit Grundeigentümern für einen Gehweg vom möglichen Parkplatz zur Schule verhandeln. Vielleicht seien die doch noch zu überzeugen.

Ortsbürgermeister Bernd Kirchhoff will mit den Anliegern der Regetestraße sprechen und versuchen die Elternräte von Schule, Kindergarten und die Anwohner an einen Tisch zu bekommen.

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