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Jungtierschau des „Highland-Cattle-Zuchtverbandes Niedersachsen“

Letzter Schliff mit Striegel und Föhn Jungtierschau des „Highland-Cattle-Zuchtverbandes Niedersachsen“

Für Züchter und die vielen anderen Freunde der Rasse Higland Cattle steht außer Frage: Das schottisches Hochland-Rind ist „das schönste Rind unter der Sonne“.

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 Für die Malerin und Rinderzüchterin Hilary Baker aus dem schottischen Perthshire sind Highland Cattle faszinierendes Lebensthema.

Quelle: who

Steinbergen. Und der Schönheit kann man sogar noch nachhelfen. Denn vor ihrem großen Auftritt bei der Jungtierschau des „Highland-Cattle-Zuchtverbandes Niedersachsen“ am Sonnabend in Steinbergen bekamen die langhaarigen Stars des Tages mit Striegel, Föhn und Co. den den letzten Schliff. Denn die Vierbeiner sollten sich auf der Weide des Wessel-Hofes an der Bachstraße dem prüfenden Auge von Wertungsrichter Friedrich Averbeck von der Masterrind Verden von ihrer besten Seite zeigen.

 Die Jungtierschau ist ein alljährlicher Höhepunkt des Zuchtverbandes. Seit die Brüder Heinrich und Günter Brand aus Volksen ihr Herz für die Rinder aus dem schottischen Hochland entdeckt und im Jahr 1984 ihre Hobbyzucht begonnen haben, weiß in Rinteln und drum herum eigentlich jeder, was Highland Cattle sind. Das machte nicht zuletzt Schaumburgs Landrat Jörg Farr deutlich, der als Schirmherr die Schau vor dem Hintergrund des 25-jährigen Bestehens des Zuchtverbandes mit seinen inzwischen mehr als 200 Mitgliedern eröffnete. „Ich komme viel rum in Schaumburg und auf Bauern- und Handwerkermärkten“ seien die „Highland Cattle immer ein besonderer Eyecatcher“, passte er sich der typischen Atmosphäre beziehungsweise dem Stallgeruch einer Hochlandrinder-Schau an. Ohnehin „gehören die Tiere bei uns zum Stadtbild“.

 Um den bestmöglichen persönlichen Anblick der Tiere ging es, klärte Stefan Wreczycki aus Voltlage auf. Der stellvertretende Vorsitzende des Zuchtverbandes Niedersachsen hatte am Vormittag zur Schaueröffnung mit Landrat Farr seinen Jungbullen Seumas (Shames) den 6. vom Weeser Moor zur Körung vorführen dürfen. Körung bedeutet sozusagen die Lizenz, Nachkommen mit Stammbaum für den Eintrag im Herdbuch zeugen zu dürfen.

 Hauptsächlich waren die Züchter mit insgesamt 67 Jungbullen und Färsen (weibliche Jungrinder, die noch nicht gekalbt haben) nach Steinbergen gekommen, um die Freude am gemeinsamen Hobby zu teilen. Dazu gehört die Spanung, auf das Wertungsergebnis von Averbeck und seiner Assistenten zu warten, erklärte der Wreczycki. Bewertet werde dafür das Gesamtbild mit „Typ, Bemuskelung, Skelett und Rahmen“. Denn „vor allem Skelett und Rahmen müssen gut sein, damit sie auch alt werden können“.

 Dass es aber bei einer Jungtierschau weniger um Alter, sondern mehr um Schönheit geht, zeigte die emsige Geschäftigkeit, die die Züchter und ihre Helfer unter den Zeltpavillons gegenüber dem Wertungsring entfalteten. Dort wurden die „Models“, die sämtlich wie frisch geduscht wirkten, mit dem i-Tüpfelchen für ihren Auftritt versehen. „Ich bin sozusagen die Pflegerin“, stellte sich Nina Gromann aus dem Auetal vor, die mit dem jungen Steinberger Tim Seelking die Tiere von Günter Brand stylte. Der Föhn sowie die Handstriegel sind in der letzten heißen Phase die Hauptwerkzeuge, das zeigte direkt nebenan auch Karsten Meyer. Der Züchter aus Langenwedel bei Vechta frisierte seine dreijährige Färse Eibhlean auftrittsfertig. Und die Extraportion Einsatz hat sich gelohnt: Für Meyers Tier gab es eine 1a-Platzierung. Mit der Heimfahrt ließen sich die Züchter und anderen Gäste (darunter Besucher aus den Niederlanden, Österreich und Dänemark) aber noch Zeit.

 Zeit, um auch beim anschließenden Züchterabend noch über „das schönste Rind unter der Sonne“ zu fachsimpeln. Ob und inwieweit der original schottische Whisky des Obernkirchener Spirituosen-Spezialisten Andreas Schmidt-Probst dabei nachgeholfen hat, steht auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall haben die Gäste der Jubiläumsschau eine Menge guter Eindrücke mit nach Hause genommen. Darunter nicht zuletzt jene, die Hilary Baker aus dem schottischen Perthshire als ausgesprochen versierte Highland-Cattle-Malerin auf die Leinwand bringt, die erstmals nach Steinbergen gekommen war.who

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