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Keine Kaufinteressenten für ehemaliges Pflegeheim

Niemand will Keine Kaufinteressenten für ehemaliges Pflegeheim

Das ehemalige Pflegeheim Pro Senia mitsamt der Eingliederungseinrichtung CMA (heute als Haus Frija in Bad Eilsen geführt) an der Steinberger Kreuzung liegt weiter im Dornröschenschlaf.

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Alte Gebäude mit 7200-Quadratmeter-Grundstück an der hoch verkehrsbelasteten Steinberger Kreuzung: Niemand will das ehemalige Pflegeheim kaufen, der Preis ist zu hoch.

Quelle: dil

Steinbergen (dil). Ein Hausmeister kümmert sich im Auftrag des Insolvenzverwalters darum, dass Grundstück und Gebäude nicht verwildern beziehungsweise verrotten. Aber Käufer oder eine neue Nutzung sind nicht in Sicht. Ende des Jahres wird vielleicht das Insolvenzverfahren mangels Erfolgaussichten eingestellt. „Dann könnte das Objekt den Altbesitzern, die es in die Insolvenz geführt hatten, wieder vor die Füße fallen“, sagt Insolvenzveralter Sascha Bibiha aus Minden schmunzelnd.

 Einen Fortschritt kann Bibiha aber doch melden: „Das ebenfalls zu Pro Senia gehörende Altenpflegeheim in Buxtehude ist jetzt an den neuen Betreiber verkauft, der auch das Personal übernommen hat.“ In Steinbergen steht dagegen alles leer. Von dem eingeschalteten Maklerbüro sind Bibiha noch keine Kaufinteressenten präsentiert worden. Der Vorschlag des Insolvenzverwalters, die Gebäude und das 7200 Quadratmeter große Grundstück in einer freien Auktion zu verkaufen, wurde von den Gläubigern abgelehnt, „weil das einer Wertevernichtung gleichgekommen wäre“.

 Wertevernichtung deshalb, weil die Gläubiger (Banken und das Finanzamt) den vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte Hameln-Hannover ermittelten Wert vor Augen haben: mehr als zwei Millionen Euro, bemessen am Objektwert und dem Ertragswert sowie berechnet aus dem damaligen Mieteinkünften. Bibiha: „Das weckt Begehrlichkeiten. Aber keiner der Interessenten war bereit, so einen Preis zu zahlen. Nur die Villa erscheint ihnen interessant, sonst kalkulieren sie nur noch mit dem Grundstückswert abzüglich der vermutlich höher liegenden Abrisskosten.“

 Da die Einrichtung inzwischen stillgelegt ist und zum Schluss noch erhebliche Brandschutzauflagen gemacht worden waren, scheint ein Neubetrieb nur mit erheblichen Investitionen möglich. Die Verbindlichkeiten sind zudem deutlich höher als zwei Millionen Euro, steigen sogar noch durch die Zinsen.

 „Der Wert des Objektes sinkt aber. Ich werde deshalb Ende des Jahres entscheiden, ob ich das Insolvenzverfahren mangels Erfolgsaussichten nach fünf Jahren beende“, so Bibiha. „Der Restwert fiele dann wieder den Altbesitzern zu, an die sich dann die Gläubiger halten müssten, deren Forderungen mit dem Grundstück besichert sind.“

 Die wohl einzige Chance, mit dem Grundstück noch mal Geld zu machen: Wenn es eine Ortsumgehung Steinbergens im Zuge der B83 geben sollte, wie derzeit von der Bürgerinitiative BIOS gefordert, bräuchte man womöglich das Grundstück. Aber das kann noch viele Jahre dauern.

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