Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Keine Spur von Helmut W.

Rentner (86) aus Seniorenheim vermisst Keine Spur von Helmut W.

Ein großangelegte Suche der Feuerwehren und der Polizei hat bislang noch keinen Erfolg gebracht: Ein 86 Jahre alter Mann wird immer noch vermisst.

Voriger Artikel
1000 Euro für den Bauwagen
Nächster Artikel
Kletterpark hängt in den Seilen

Auch der Löschteich vor dem Altenpflegeheim wird vorsorglich von Feuerwehrleuten leergepumpt. 

Quelle: Foto: cm

Friedrichshöhe. Man überliest sie schnell, die kleinen Nachrichten, die von vermissten Altenheimbewohnern und von den darauf folgenden Suchaktionen handeln. Dabei zeigt sich gerade in solchen Situationen die große Hilfsbereitschaft von Bevölkerung, Ehrenamtlichen und Institutionen. Das hat man am Sonnabend in Friedrichshöhe beispielhaft erleben können.

 Was war passiert? Morgens um 6 Uhr stellt das Pflegepersonal im Azurit-Seniorenheim fest, dass ein an Demenz erkrankter Bewohner unbemerkt sein Zimmer verlassen hat. In Haus und Garten ist Helmut W. (86) nirgends zu finden.

 Die Polizei wird informiert. Man beschließt, die Umgebung weiträumig abzusuchen. Die Freiwilligen Ortsfeuerwehren von Volksen, Krankenhagen und Uchtdorf rücken aus. Als Erstes gehen die Ehrenamtlichen von Haus zu Haus und bitten die Nachbarn, ihre Grundstücke nach dem Vermissten zu durchsuchen. Dann durchkämmen die Einsatzkräfte Felder, Wiesen und Wälder rings um das Dorf.

 Um nur keine Möglichkeit auszulassen, wird gleichzeitig der Löschteich gegenüber dem Seniorenheim leergepumpt. Mittags kommen zur Verstärkung noch die Ortswehren von Wennenkamp und Goldbeck dazu. „Es sind etwa 100 Feuerwehrleute an der Suche beteiligt“, berichtet Rintelns Stadtbrandmeister Friedel Garbe, der den Einsatz leitet. „Sorgen machen uns vor allem die Maisfelder. Dort muss sehr engmaschig gesucht werden. Wenn sich da jemand verirrt, den findet man so schnell nicht.“

 Ein Hubschrauber wird von polizeilicher Seite angefordert. Mit Unterstützung eines Infrarotsichtgerätes nimmt er die Suche aus dem Luftraum auf. Und ein direkter Nachbar des Altenpflegeheims, Hobbyflieger Stefan Bachmann, beschließt, ebenso seine Unterstützung anzubieten. Er startet nach Absprache mit der Einsatzleitung die Cessna des Luftsportvereins auf dem Rintelner Flughafen und beginnt als Ortskundiger ebenfalls die Umgebung abzufliegen. „Man kann von oben sehr gut in die Felder einsehen“, erklärt der Sportflieger. „Man sieht, was sich dort versteckt, und erkennt auch die kleinen Trampelpfade, die durch die Mais- und Getreideäcker verlaufen.“ Trotz aller Bemühungen wird der Vermisste nicht gefunden. Gegen 15 Uhr beendet der Stadtbrandmeister den Einsatz am Sonnabend und schickt seine erschöpften Helfer nach Hause.

 Einzig einige Mitglieder der Feuerwehr Krankenhagen-Volksen bleiben mit ihrem Ortsbrandmeister Achim Wächter noch vor Ort. Dort treffen jetzt die „Man-Trailer Schaumburg“ mit ihren Spürhunden ein. Gespannt beobachten alle, die bis zu dieser Stunde besorgt ausgeharrt haben – Feuerwehrleute, Polizei, Pflegeheimleitung, Personal und wie die Angehörigen des Vermissten –, wie sich der erste Hund zielstrebig auf den Weg macht.

 Doch die anfangs anscheinend so deutliche Spur endet dann doch im Ungewissen. Ist der alte Herr vielleicht von jemandem mit dem Auto mitgenommen worden?

 Ab 15 Uhr wird halbstündlich im Radio über die Suche informiert. Man hofft, jemanden zu finden, der Helmut W. an diesem Tag gesehen hat. Die Tannenschonung von Heinrich Brand wird noch einmal gründlich durchsucht. Dort haben die Hunde eine gewisse Unruhe gezeigt. Ohne Erfolg.

 Um 18 Uhr beschließt auch die Fährtensucher, die Suche vorerst abzubrechen. Es gibt einfach keine Idee mehr, wo man noch nachschauen könnte. Hoffnung bleibt, doch noch durch Radiohörer auf eine neue Spur zu kommen. „Sagt uns Bescheid, wenn ihr von einem Ort erfahrt, an dem der Vermisste zuletzt gesehen wurde. Da können wir die Hunde noch einmal ansetzen“, bietet Melanie Holtmann, die mit ihrem Weimaraner „Alfred“ zu den Man-Trailern gehört, an.

 Auch am Sonntag waren nochmals ein Hubschrauber und auch ein Spürhund im Einsatz, laut Garbe ohne Erfolg. Bis Redaktionsschluss gab es immer noch keine Spur von dem 86-Jährigen.  cm

Wo ist Helmut W.?

Die Polizei sucht weiterhin nach Hinweisen zum Verbleib des 86-jährigen Helmut W.: „Wer kann Hinweise geben?“, fragen die Beamten.
Helmut W., der im Azurit-Seniorenheim im Rintelner Ortsteil Friedrichshöhe lebt, wird seit Sonnabendmorgen, 2. Juli, 6.30 Uhr, vermisst. W. ist dement und außerhalb seines bekannten Umfeldes orientierungslos. Er benötigt dringend Medikamente.
Gegen 6 Uhr wurde er laut Polizei durch einen anderen Bewohner auf der Straße vor dem Pflegeheim letztmalig gesehen. Der Vermisste ist 86 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß, von schlanker Statur und grauhaarig. Er ist Brillenträger (Hornbrille) und hat einen Oberlippenbart. Zuletzt war er laut Polizei bekleidet mit einer beige-braunen Fleecejacke, beige-grüner Cordhose und einer Schiffermütze.
Hinweise nimmt das Polizeikommissariat Rinteln unter der Telefonnummer (0 57 51) 9 54 50 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. r

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr