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Keine Vollsperrung über Weihnachten?

Todenmann Keine Vollsperrung über Weihnachten?

Vollsperrung als Dauerzustand – den Bewohnern des Kirschendorfes wird in diesen Wochen einiges abverlangt. Besonders bei den beiden Hotelbetrieben ist der Ärger groß.

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Hinten verteilen Bagger und Planierraupe den Schotter, vorn wird er mit der Walze verdichtet.

Quelle: dil

Todenmann. „Doch inzwischen herrscht Verständnis, kommen wir mit den Einwohnern gut aus“, sagt Karl-Heinz Klages, Leiter der Straßenmeisterei. „Wir haben die Schwierigkeiten mit der engen Baustelle unterschätzt. Aber die Sicherheit geht vor, und die ist bei einspurigem Verkehr durch die Baustelle nicht gegeben.“

Bei der Einwohnerversammlung vor Einrichtung der Baustelle hatte es geheißen, eine Vollsperrung werde es fast nur während der heißesten Bauphase, also der Asphaltierung, geben. Diese hätte plangemäß erst Mitte Dezember angestanden. Das tut sie auch noch, und wenn alles gut läuft, könnte über Weihnachten und Neujahr sogar freie Fahrt durch die Baustelle sein. Allerdings nur auf der gröberen, 14 Zentimeter dicken Tragschicht, denn die nur vier Zentimeter dicke feine Verschleißschicht kann bei unter sechs Grad Celsius nicht mehr eingebaut werden. „Die ist dann ja schon kalt, bevor die Walze darübergefahren ist“, erklärt Klages.

Bei der Baubesprechung am nächsten Dienstag soll mit den Verkehrsbehörden geklärt werden, ob und wann es eine vorübergehende Freigabe über Weihnachten und Neujahr geben kann. Klages: „Dazu muss nicht nur die Fahrbahn fest sein. Und die können wir erst einbauen, wenn die Bordsteine und Gossen als seitliche Begrenzung fertig sind. Außerdem muss dann auch die Sicherheit auf dem parallel zu bauenden Rad-Geh-Weg gewährleistet sein. Und dafür wiederum ist auf einem 25 Meter langen Teilstück, wo wir die Böschung abbaggern mussten, eine seitliche Befestigung durch Gabionen nötig, also Steine hinter einer Drahtkonstruktion wie in der Pomona-Kurve.“

Im Moment liege die Baustelle etwa eine Woche hinter Plan, meint Klages. Schuld sei einerseits das Wetter: „Uns läuft so viel Wasser in die Baugrube, dass wir den Untergrund zusätzlich verdichten müssen. Wir fahren also erst 25 Zentimeter aus grobem Schotter ein, bauen darüber die üblichen 40 Zentimeter feineren Schotter ein, auf den dann die bituminierte Tragschicht kommt.“ Außerdem komme die Tieferlegung des Abwasserkanals hinzu, allerdings laufe diese parallel zum Straßenbau. „Schließlich sind wir auf Kabelbündel gestoßen, deren Besitzer wir erst ausfindig machen mussten. Dann hieß es sogar noch, das eine oder andere Kabel sei gar nicht mehr in Betrieb. In Kabelbereichen dürfen wir keinen Bagger einsetzen, da muss per Hand geschachtet werden, auch das dauert länger.“ Mehrkosten sind laut Klages bisher aber nicht zu beklagen. „Die Aufträge wurden inklusive dieser eventuellen Zusatzarbeiten vergeben. Wären sie nicht nötig gewesen, hätten wir am Ende Geld gespart.“

Die Sicherheit der Arbeiter auf der Baustelle wird von einem externen Büro überwacht. Da gibt es keine Kompromisse mehr, zu eng war es bei der halben Fahrbahn mit Durchgangsverkehr.

Aber da ist auch Gutes: „Wir konnten bisher durcharbeiten, hoffen, dass das bis Weihnachten so weitergeht und dass wir kleinen harten Winter bekommen“, erläutert Klages. „Dann macht die Baufirma ohnehin zwei Wochen Winterferien. Spätestens ab etwa 8. Januar sollte es aber weitergehen. Und dann stehen uns noch einmal gut vier Monate Vollsperrung bevor.“ Dies beträfe aber den nächsten Bauabschnitt bis zur Einmündung der Fülmer Straße. Auch dort werden Fahrbahn, Geh- und Radweg neu gemacht.

Erst im dritten und letzten Bauabschnitt von der Einmündung Fülmer Straße bis zum Sportplatz wird der Verkehr zumindest einspurig an der Baustelle vorbeilaufen können. Dort wird außer der bereits erneuerten Fahrbahn dann nur noch der Rad-Geh-Weg gebaut, sodass am Ende lediglich noch das Zwischenstück vom Sportplatz unter der Autobahn hindurch bis zum Ortsausgang Kleinenbremen für Radfahrer gefährlich ist, weil sie dort auf die Fahrbahn müssen. dil

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