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Kinder nehmen Neubau selbst in die Hand

Exten / Kinderkrippe Kinder nehmen Neubau selbst in die Hand

„Wir bauen eine Kinderkrippe – es soll die allerschönste sein“, tönt es aus 30 kleinen Kehlen. Zur offiziellen Einweihung des Neubaus der Kindertagesstätte in Exten hatten die Vorschulkinder ein Stück einstudiert, das die anwesenden Gäste sichtlich rührte.

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Die beiden Architektinnen in Anzug und Krawatte planen den Neubau. Die Bauarbeiterin ist dann für die Ausführung zuständig.

Quelle: jak

Exten. Möglicherweise weil sie, wie Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, selbst darin porträtiert wurden.

 Nachdem der versammelte Kinderchor mit einem kleinen Lied den Neubau verlangt hatte, fanden sich schnell zwei junge Architektinnen, stilgerecht in Anzug und Krawatte, die sich eifrig daran machten, vor den Füßen der Zuschauer zu vermessen. „Passt alles, aber wer zahlt uns das jetzt?“, fragten sie in das Publikum.

 Und sie hatten auch gleich die Antwort parat: Ausgerüstet mit selbst gebastelter Bürgermeisterkette, sollte das Stadtoberhaupt die Schatzkammer öffnen. In Realität wurden wohl nicht, so wie im Theaterstück, Beutel mit klimpernden Geldstücken überreicht. Aber – wie im Stück – trug einen Großteil der Kosten in Höhe von 350000 Euro die Stadt, etwa 97000 Euro wurden vom Land zugeschossen.

 Auf der Bühne rückten nun der Reihe nach Vorarbeiter und Bauarbeiter an. Ausgerüstet mit Helmen und einem zufriedenen Grinse bauten sie nach und nach aus bunten Kisten die Kinderkrippe. Ob die heimischen Handwerker, die mit dem Neubau betraut waren, auch so viel Spaß an ihrer Arbeit hatten, war nicht zu erfahren. Allerdings schauten sie bei der Präsentation der neuen Krippe durchwegs zufrieden auf ihr Werk.

 „Aber wo sind denn die Fenster?“, wollten die beiden Architektinnen gegen Ende noch wissen, und flugs tauchten sie im Mauerwerk auf. Im tatsächlichen Neubau wurde den Fenstern viel Platz eingeräumt: Der große Aufenthaltsraum bekam eine fast zur Gänze verglaste Front spendiert, durch die passend zu den warmen Gelb- und Blautönen viel Tageslicht in die Betreuungsstätte strömt.

 Vier Mitarbeiter werden sich in Zukunft um die 15 Krippenkinder in Exten kümmern. Sie alle haben sich von der Kindertagesstätte dorthin versetzen lassen und sind vom neuen Anbau begeistert: „So viel Platz und Licht.“ jak

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