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Kirschblüte in Todenmann

Rundgang Kirschblüte in Todenmann

Kirschblüte in Todenmann – jedes Jahr aufs Neue fasziniert dieser Anblick nicht nur die Einwohner, auch Besucher aus nah und fern kommen ins Kirschendorf, um die Blütenpracht von 780 Kirschbäumen zu bewundern. Der Verschönerungsverein Todenmann bietet allen Interessierten für Sonnabend, 25. April, einen Rundgang durchs Dorf an. Treffpunkt ist um 14 Uhr am „Alten Zollhaus“.

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So schön blühen japanische Zierkirsche (rosa) und die heimischen Kirschen.

Quelle: Archiv/ jaj

Todenmann. Gerd Beu als Chef, Klaus-Dieter Masuch als stellvertretender Vorsitzender, Hans Kortemeier als Geschäftsführer und dessen Frau Monika als Kassiererin sind die treibenden Kräfte im Verschönerungsverein. Unter der Regie des Quartetts sind in den vergangenen Jahren zwei Groß-Projekte initiiert und vorangetrieben worden – das Kirschenprojekt und der Kirschenrundwanderweg.

Die Idee für das Kirschenprojekt entstand im Jahr 2009 bei der Verleihung des Tüxen-Preises der Stadt Rinteln. Der Pomologe Hans-Joachim Bannier wurde auf das Kirschendorf aufmerksam und fand schnell heraus, dass in dem Ort noch einige seltene Kirschsorten vorhanden waren. Der Verschönerungsverein nahm diese Tatsache zum Anlass, das Kirschenprojekt ins Leben zu rufen. Ein fundierter Finanzierungsplan wurde aufgestellt und im Jahr 2011 ein Baumkataster zur Erfassung aller Kirschbäume auf Gemeinde- und Privatgelände erstellt.

Bannier nahm die Auswertung und Sortenbestimmung vor. Er hatte damals 36 Süßkirschensorten gefunden, darunter einige sehr seltene oder bundesweit sogar als verschollen geltende Sorten. Zur Erhaltung von Sorten wie Ochsenherzkirsche, Bernsteinkirsche, Doktorkirsche sowie Flamentiner wurden Edelreiser geschnitten und in einer Baumschule die Veredelungen durchgeführt. Im Jahr 2012 konnten dann 60 neue Kirschbäume im Ort angepflanzt werden – vornehmlich an der Mehrzweckhalle, Am Moorhof und Bödekers Brink. Der Bestand wuchs auf heute insgesamt 780 Kirschbäume an und umfasst mittlerweile 45 Sorten.

In Anlehnung an das Kirschenprojekt wurde die Idee zur Schaffung eines Rundwanderweges parallel realisiert. Im April 2013 wurde dieser offiziell eingeweiht und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. „Der Rundwanderweg ist ein Renner, nicht nur bei den Einheimischen. Zahlreiche Besuchergruppen besuchen das Dorf, besonders zur Kirschblütenzeit“, freut sich Beu über die Resonanz.

Der vier Kilometer lange Rundwanderweg lädt zu einem informativen Rundgang ein. Der Weg beginnt am Anfang des Allersieks, verläuft dann durch den Dankerser Wald, über den Tiefen Weg zur Fülmer Straße und weiter zum Moorhof. Von dort führt er zur Hauptstraße, Bödekers Brink, über den Waldwanderweg zum Kirschenweg, Bleekebrink und zur Wiese hinter die Mehrzweckhalle.

Zwei große Schautafeln dokumentieren den Verlauf des Weges mit seinen Sehenswürdigkeiten. An den mit neuen Kirschbäumen bepflanzten Flächen und einigen Obstwiesen sind insgesamt sieben Informationstafeln aufgestellt. Die an den Bäumen angebrachten Schilder informieren den Wanderer außerdem über die Kirschsorten. peb

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