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Kleine Angriffe gipfeln in Schlacht

Extener Schützen starten in die Festsaison Kleine Angriffe gipfeln in Schlacht

Eigentlich brauchte es Hintergrundwissen, um richtig verstehen zu können, worum es bei dem Sketch ging, mit dem die Schützengilde Exten ihr „schwarzes Schlachtefest“ zum Start der Festsaison 2015 gewürzt hat.

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Die Stammgäste in „Shortys Dorfkrug“ bewegen große Themen mit kleinen gepfefferten Worten: Adsche (Wilfried Beißner, von links), Kurt Brakelmann (Reinhold Deppe), Stallknecht Kuno (Jürgen Timm) und der Bürgermeister.

Quelle: who

Exten. Zur Aufklärung: Die Schützengilde besteht aus zwei gegnerischen Lagern, den „Grünen“ um den amtierenden König, die sich hauptsächlich aus der jüngeren männlichen Bevölkerung rekrutieren, und den „Schwarzen“, die das Lager beziehungsweise die Truppen des schwarzen Königs mit seinem „Feldherrn Napoleon“ bilden und die von den älteren Mitgliedern der Gilde gestellt werden. In beiden Lagern schaukeln sich alljährlich bei zunehmenden „Feinseligkeiten“ die Emotionen hoch, die am Ende in der Schlacht im Exterfelde als großem Spaßereignis gipfeln.

 Das „schwarze Schlachtefest“ markiert seit vielen Jahren den unblutigen Startschuss für die Saison und wird ausgerichtet vom schwarzen Lager. Zum zünftigen Schlachtemollen-Essen wird traditionsgemäß auch das grüne Königshaus mit Gefolge eingeladen, das zum Essen die ersten Sticheleien im neuen Schützenfestjahr serviert bekommt.

 Grundlage dafür ist jeweils ein längerer Sketch von annähernd Volkstheater-Format. Und der hieß dieses Mal „Neues am Wehr da!“ und er war deutlich angelehnt an die Fernsehserie „Neues aus Büttenwarder“. In dem fiktiven norddeutschen Örtchen Büttenwarder gibt es den Dorfkrug „Unter den Linden“, in dem sich eine kleine Gesellschaft von Stammgästen aus skurrilen Typen trifft. „Wir haben eine Kneipe und die haben eine Kneipe“, viel mehr brauchte es eigentlich nicht mehr, um der Handlung folgen zu können. Es mangelte nicht in „Shortys Dorfkrug“ an zweideutigen Sprüchen, die eindeutig auf die Königstreuen gemünzt waren und ihnen Stoff zum Nachdenken über erste propagandistische Gegenschläge geliefert haben dürften. So berichtete Stallknecht Kuno (gemimt von Jürgen Timm) nach seiner Begegnung mit dem Killerkarpfen im „Wasser am Wehr da“: „Lauter Grünalgen und wie schmierig ...“

 Noch viele andere Seitenhiebe konnten die grünen Gäste mit nach Hause nehmen aus dem Dorfkrug „Unter den Linden“ im Dorfgemeinschaftshaus. Aber ein „schwarzes Schlachtefest“ ist genauso auch dazu da, um sich selbst auf die Schippe zu nehmen. So war denn wohl auch der Vorschlag aus der Stammtischrunde um Wirt Shorty (dargestellt von „Napoleon“ Reinhold Bösing) gemeint, für den aufmüpfigen Korsen bis zum nächsten Schützenfest einen eigenen Radweg zu bauen. who

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