Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Kloster in Szene setzen

Beleuchtungsanlage beantragt Kloster in Szene setzen

Das Rintelner Rathaus und die St.-NikolaiKirche strahlen mit Einbruch der Dunkelheit – angeleuchtet vom warmen Licht der in der Erde versenkten Scheinwerfer. Die Touristen lieben es, wie man oft am Nebentisch hört, wenn man auf dem Marktplatz an der Eisdiele oder bei der Bodega sitzt.

Voriger Artikel
Nach einem Jahr nichts passiert?
Nächster Artikel
Nein zu Tempo-30

Bisher ist das Kloster Möllenbeck nur bei großen Veranstaltungen beleuchtet worden, dazu im Winter um die Weihnachtszeit. Das soll sich künftig ändern.

Quelle: tol

Möllenbeck. Das wollen jetzt auch die Möllenbecker. Für ihr Kloster, das sich in den vergangenen Jahren ebenfalls zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickelt hat. Dort machen Jugendgruppen Ferien, gehen mehrere Themenradwege vorbei, gibt es den Hofgarten, das Kloster-Café, finden Kunstausstellungen und große Veranstaltungen statt. Noch hat der Rintelner Rat den Haushaltsplan für dieses Jahr nicht verabschiedet. Deshalb haben die Möllenbecker diese Chance ergriffen und noch für diesen Haushalt Gelder für den Bau einer Beleuchtungsanlage für das Kloster beantragt. Ortsbürgermeister Thorsten Frühmark will persönlich im Finanzausschuss das Projekt vorstellen.

Die Möllenbecker haben auch gerechnet: Rund 50000 Euro sollen Leuchten und Einbau kosten, gleichzeitig sicherten sie jede Menge Eigenleistung zu. Die Erdarbeiten, schilderte Peter Tünnermann, könnten die Möllenbecker schon selbst übernehmen. Reinhold Kölling stellte allerdings sofort klar: Allein mit Spaten und Plattschaufel sei das nicht zu machen.

Ein ziemlicher Aufwand

Bisher ist das Kloster bei großen Veranstaltungen beleuchtet worden, dazu im Winter um die Weihnachtszeit. Die Kosten dafür wiederum haben die Möllenbecker über Spenden finanziert, in diesem Jahr Frühmark aus seinem Ortsbürgermeister-Budget. In all diesen Fällen haben die Stadtwerke die Beleuchtungsanlage auf- und wieder abgebaut; ein ziemlicher Aufwand, der auch Kosten verursacht. Auch ein Argument, der für eine ganzjährige Beleuchtung des Klosters spricht, so sieht es der Ortsrat. Geklärt werden muss jetzt nur noch, wie die Lichtanlage aussehen soll. Tünnermann hatte in der Ortsratssitzung am Dienstagabend im Feuerwehrgerätehaus zunächst vorgeschlagen, fünf Lichtmasten am Kloster aufzustellen – auf Betonsockeln.

Kölling, als Stadtwerke-Mitarbeiter vom Fach, hielt es für besser, in die Erde zu gehen. Erdeingebaute Strahler sehen besser aus, der Effekt ist beeindruckender, wie man am Rintelner Marktplatz sehen kann, außerdem sind Erdstrahler „für die Ewigkeit“.

Projekt mit Pastorin abgestimmt

Jetzt werden die Stadtwerke neu rechnen. Es sei aber kaum anzunehmen, betonte Kölling, dass es teurer wird als das Modell mit den Masten, denn Masten wie Betonsockel werden dafür nicht gebraucht. Erdstrahler würden außerdem mit energiesparenden LEDs betrieben. Klar wurde in der Diskussion, dass bei diesem Projekt auch das Niedersächische Landesamt für Denkmalpflege ein Wort mitreden wird (keine Strahler auf dem Dach) und die Kirche selbst. Das Projekt, betonte Tünnermann, sei bereits mit Pastorin Ute Schulz abgestimmt.

Auch beim zweiten Thema im Ortsrat ging es um die Beleuchtung – nämlich um die des ganzen Dorfes. Dabei fand der Ortsrat nach einer Bürgerbefragung einen klugen Kompromiss zwischen „Licht aus, Licht an“. Im Winter, in der dunklen Jahreszeit also, bleibt die Straßenbeleuchtung die ganze Nacht brennen, ebenso bei großen Veranstaltungen wie etwa Irish-Folk im Kloster und dem Erntefest. Im Sommer, also von April bis September, wird die Straßenbeleuchtung ab Mitternacht bis 5.30 Uhr abgeschaltet.

Wie groß dadurch die Einsparung ist, sollen die Stadtwerke jetzt errechnen. Davon bekommt dann der Ortsrat die Hälfte. Laut der Vorlage der Verwaltung könnten das um die 300 Euro sein.

Diesbezüglich gab es allerdings Kritik im Ortsrat: Warum die Ortsräte in solchen Fällen nicht den gesamten Einsparbetrag bekämen? wm

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr