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Krankenhagen und Volksen plakatfrei

Seit Jahren gibt’s keine Parteiwerbung bei Wahlen Krankenhagen und Volksen plakatfrei

Gute Kommunalpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass man sich über alle Parteigrenzen hinweg in Sachfragen zum Wohle des Heimatdorfes einigen kann.

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Im Ortsrat Krankenhagen/Friedrichshöhe/Volksen sind sich alle einig: „Keine Wahlplakate in unseren Straßen.“ Dafür stehen: Susanne Stern-Bergmeier (von links; Grüne), Frauke Kampmeier (SPD), Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht (SPD), Sven Kielgas (WGS), Waltraud Bauer (CDU) und Heinz-Jürgen Requardt (CDU).

Quelle: cm

KRANKENHAGEN/VOLKSEN. Und immer wenn Kommunalwahlen anstehen, gibt der Ortsrat Krankenhagen/Volksen ein gutes Beispiel dafür an, dass das klappen kann. Seit vielen Jahren tragen alle Parteien in den beiden Dörfern gemeinsam den Entschluss, auf Wahlplakate an den Straßenrändern zu verzichten.

„Der Verschönerung dienen diese Pappschilder ja sowieso nicht gerade“, meint Frauke Kampmeier (SPD). „Schon gar nicht, wenn sie dann erst mal mit Schnurrbärten und Ähnlichem verziert oder halb abgerissen sind“, ergänzt Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht. „Wir trauen unseren Wählern zu, dass sie ihre Stimme nicht dem hübschesten Foto auf dem Wahlplakat geben“, so der Tenor unter den Kommunalpolitikern. „Wir setzen hier vor Ort eher auf informativere Medien.“ Kampmeier bringt es auf den Punkt: „Bei uns werden die Leute noch persönlich angesprochen und unsere ausführlichen Broschüren an alle Haushalte verteilt.“ Und Heinz-Jürgen Requardt von der CDU-Fraktion fügt hinzu: „Wenn man es genau nimmt, „dann dient die ganz Plakatiererei doch eigentlich nur einem einzigen Zweck: Sie macht darauf aufmerksam, dass Wahlen anstehen.“ Wenn man dann doch mal ein Plakat aufhängen sollte, dann würde es eigentlich ausreichen, drauf zu schreiben: „Liebe Mitbürger! Am 11. September sind Kommunalwahlen. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen.“

Seit 20 Jahren pflegt der Krankenhäger Ortsrat diese Tradition des Nicht-Plakatierens, weiß Kampmeier. „Da wurde – ganz nebenbei gesagt – auch schon mancher Euro gespart.“ Und dieses Jahr habe man sich etwas Besonderes überlegt. Die Summe, die eingespart werde, solle als Spende an eine gemeinnützige Organisation gestiftet werden. Dabei könne man sich nicht aus der Wahlkampfkasse bedienen – „Die Gelder sind zweckgebunden“ –, sondern man greife für diese Aktion in die eigene Schatulle. cm

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