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„Lärm wird immer schlimmer“

Anwohner klagen über Motorenlärm „Lärm wird immer schlimmer“

Sperrt man eine lärmbelastete Strecke für Motorräder, dann löst es nicht das Problem, sondern verlagert es lediglich. Auf der K80 zwischen Möllenbeck und Krankenhagen und auch bei Westendorf herrscht jetzt zwar Ruhe. Dafür röhrt es jetzt vermehrt am Taubenberg. So nehmen es zumindest die Anwohner wahr.

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Friedrich Sellmann, Verwaltungsstellenleiter in Friedrichswald, hat schon vor einiger Zeit ein Schild aufgestellt, dass die Raser dazu animieren soll, langsamer zu fahren – ohne Erfolg.

Quelle: pk

Friedrichswald/Goldbeck. Immerhin: Die Verkehrskommission, die sich am Dienstag einen Eindruck vor Ort von der Kreisstraße 77 zwischen Uchtdorf und Wennenkamp machte, kam zu dem Schluss: „Dies ist so nicht hinnehmbar. Es müssen Maßnahmen getroffen werden.“ So berichtete es Bauamtsleiter Andreas Wendt am Donnerstag in der Taubenberger Ortsratssitzung als Vertreter der Rintelner Stadtverwaltung. Der Landkreis Schaumburg, der für die Straße zuständig ist, wolle auf der Straße Schwellen anlegen, um auf diese Weise insbesondere Motorradfahrer dazu zu bewegen, langsamer zu fahren und damit die Lärmbelastung der Anwohner zu reduzieren.

 Allerdings, merkte Wendt an, habe der Landkreis in diesem Zusammenhang auf Erfahrungen in Messenkamp verwiesen, wo derartige Schwellen nicht zu nennenswerten Veränderungen geführt hätten. Andererseits bestehe dem Straßenbauamt zufolge so zumindest die Chance, die Straße, die von manchen als Rennstrecke missbraucht werde, unattraktiv zu machen. Wann und wo genau die Schwellen angebracht werden, vermochte Wendt am Donnerstag noch nicht mitzuteilen.

 Unterdessen nimmt auch in Friedrichswald und Goldbeck der Unmut über rasende Motorradfahrer zu. „Die Lärmbelästigung wird immer schlimmer“, befand in der Einwohnerfragestunde etwa Gudrun Menzel aus Friedrichswald. „Wir können sonntags schon gar nicht mehr im Garten sitzen, so laut ist das.“ Timo Korbach aus Goldbeck ist selbst Motorradfahrer, hat aber ebenfalls den Eindruck, dass die Verkehrsbelastung insbesondere in dieser noch jungen Motorradsaison größer ist als in der Vergangenheit. Aber es ist nicht nur der Lärm, der ihn am Donnerstag in die Ortsratssitzung trieb. „Mitten im Ort bin ich mit Kinderwagen in diesem Jahr schon zweimal beinahe von einem Motorrad angefahren worden“, schilderte er.

 Auch Friedrich Sellmann, Verwaltungsstellenleiter in Friedrichswald, beklagt zunehmenden Lärm und Gefahr durch Motorradfahrer, die sich nicht ans Tempolimit halten. Schon vor einiger Zeit hat er in Plakat an der Goldbecker Straße aufgehängt: „Runter vom Gas!“ ist darauf zu lesen.

 Die Handlungsmöglichkeiten der Stadt sind in Bezug auf Kreisstraßen beschränkt. Bauamtsleiter Andreas Wendt versprach aber, die Klagen der Bürger an den Landkreis weiterzugeben.  pk

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