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Landfrauen wachsen „heiter weiter“

Neujahrsempfang Landfrauen wachsen „heiter weiter“

„Die größte Fraueninitiative Deutschlands mit 500000 Mitgliedern sind wir schon, und auch unser Verein wächst weiter“, hat sich Anne-Marie Strüve, Vorsitzende des Vereins Landfrauen Rinteln-Hessisch Oldendorf, beim Neujahrsempfang in der Weinschänke Rohdental gefreut.

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Frank Suchland sorgt für Spaß.

Quelle: dil

Rinteln. „300 sind wir schon, im vergangenen Jahr sind noch mal 15 dazu gekommen.“ Drei von diesen erhielten aus den Händen von Strüve und ihrer Stellvertreterin Astrid Dohme-Rügge jetzt die Mitgliedsnadel.

„Wir erwarten vom neuen Jahr all das, was das alte nicht gehalten hat“, sagte Strüve zur Begrüßung der rund 80 Teilnehmerinnen des Empfangs. „Und wir erwarten einen Terminkalender voller schöner Veranstaltungen so wie heute.“ Mit einem Glas Sekt stoßen die Frauen auf das neue Jahr an.

Pastor Dirk Gniesmer von der evangelisch-lutherischen Johannis-Kirchengemeinde Rinteln griff das Motto des Abends „Heiter weiter“ auf, schlug aber auch ernste Töne an: „Wir wünschen uns ein Jahr, das uns mehr Frieden bringt – oder auf dem Weg dahin wenigstens ein Stück voran.“ An den Saal voller Frauen gerichtet betonte er mit einem Bibelzitat, dass man sich Gott nicht immer nur als Mann vorstellen müsse: „Gott will Euch trösten, wie es eine Mutter tut.“ Und in einer kleinen Geschichte zeigte er auf, wie das Trösten anderer helfen kann, eigene Trauer zu überwinden. „Im neuen Jahr die Gemeinschaft stärken, Frieden stiften, Liebe verbreiten, ich wünsche, dass Ihnen das im neuen Jahr gelingt. Weinet mit den Weinenden, aber freut Euch auch mit den Fröhlichen.“

Freude und Lacher mit einer Prise Hintergründigkeit verbreitete anschließend Frank Suchland, der Dichter und Rezitator aus Bückeburg. „Ich fühle mich schon wie ein Dinosaurier des Vorlesens“, sagte der 55-Jährige. „Ich bin schon oft bei Ihren Veranstaltungen gewesen und freue mich, weil sie zu den Wenigen gehören, die noch gut zuhören können.“ So eingeschmeichelt warnte er sogar noch: „Jetzt können Sie noch fluchtartig den Saal verlassen, wenn Ihnen nicht gefällt, denn gleich erkennen Sie das Niveau meines Vortrags.“ Doch niemand ging – im Gegenteil: Nun wollten es alle erst recht wissen.

Mit Vierzeilern erklärte Suchland das Wetter, die Jahreszeiten und die Laster der Männer, nahm Anleihen bei Wilhelm Busch, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz und anderen Könnern der spitzen Feder. Und manchmal ließ er die Frauen eine angebrochene Zeile zu Ende reimen – bisweilen nah an die Grenze des guten Geschmacks, aber immer lustig.

Da wirkte es befreiend, dass Prominente sprachlich auch nicht immer ins Schwarze treffen, wie zum Beispiel Edmund Stoiber: „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“ Auch das Thema Senioren und Internet nahm er aufs Korn: „Immer mehr alte Menschen sitzen am Computer. Und dabei verschwinden immer mehr, habe ich gelesen. Sie haben offenbar Alt und Entfernen gedrückt.“

Beifall, Lachsalven, die Landfrauen hatten ihren Spaß. Dohme-Rügge lobt am Ende: „Ich hätte Ihnen noch stundenlang zuhören können.“ Damit Suchland nie die Puste ausgeht, bekam er von ihr als Dank noch eine Flasche der legendären „Medizin“ aus Hessisch Oldendorf („Hinten hoch“). Und schon wurde der Imbiss für alle serviert.   dil

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