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Letzte Schaumburger Mütze ist weg

Abgerissen Letzte Schaumburger Mütze ist weg

Im Gallenort tut sich was: Am Mittwoch wurde das Haus mit der Nummer 14 abgerissen. Das Gebäude stammte aus dem 19. Jahrhundert. Es hatte noch eine der seltenen Schaumburger Mützen. In Rinteln könnte es die letzte gewesen sein.

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Das Haus Im Gallenort 14 mit der Schaumburger Mütze gibt es nicht mehr. Am Mittwoch ist es abgerissen worden.

Quelle: pk

Exten. Eine sogenannte Schaumburger Mütze ist eine architektonische Besonderheit aus der Region, die sich aber in Westfalen und bei Osnabrück findet. Dabei handelt es sich um nach außen gewölbte Giebel. Und da die Fassaden der alten Bauernhäuser oftmals an „Gesichter“ erinnern, wurde aus einem gewölbten Giebel im Sprachgebrauch eine „Mütze“. Und weil dieses Baudetail in Schaumburg besonders verbreitet war, wurde daraus eben die Schaumburger Mütze.

Horst Vöge, der Vorsitzende des Heimatvereins Exten, bedauert den Abriss des Hauses im Gallenort, war es doch das letzte in Exten, das noch eine Schaumburger Mütze aufweisen konnte. Vöge geht sogar davon aus, dass es sich um die letzte Schaumburger Mütze in ganz Rinteln gehandelt hat.

Eigentümer Thorsten Kretzer, seines Zeichens Ortsbürgermeister des Exterdorfes, hat zwar Verständnis für solches Bedauern. „Es ist immer schade, wenn solche alten Häuser aus dem Ortsbild verschwinden“, sagt er. Aber das Haus zu erhalten, wäre „unwirtschaftlich“ gewesen. „In so ein Haus muss man viel Geld und Arbeit reinstecken und man braucht zwei rechte Hände – und die habe ich nicht“, sagt Kretzer.

Unter Denkmalschutz stand das Haus, das bis vor drei Monaten noch bewohnt worden war, nicht. Und bevor eine „Bauruine“ das Extener Ortsbild verunstalte, habe er sich für den Abriss entschieden.

Die Baulücke soll mit einem Einfamilienhaus wieder geschlossen werden. Es soll sich ins Ortsbild einfügen, kündigt Kretzer an. 2017 soll das neue Haus für Kretzer und seiner Familie voraussichtlich fertiggestellt sein. pk

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