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Letzter neuer Kanal im Stadtgebiet

Bürgermeister-Dörjes-Ring Letzter neuer Kanal im Stadtgebiet

Der Bürgermeister-Dörjes-Ring soll 2016 eine Entwässerungsanlage bekommen. 525000 Euro will der Abwasserbetrieb der Stadt Rinteln dafür ausgeben.

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Im Bürgermeister-Dörjes-Ring, der ehemaligen Ferienhaussiedlung in Hohenrode, wird 2016 der Abwasserkanal gelegt.

Quelle: dil

Hohenrode (dil). Der Werksausschuss hat dem jetzt zugestimmt. Der Abwasserbetrieb muss dieses letzte Gebiet in Rinteln an das öffentliche Schmutzwasserkanalnetz anschließen. Damit wäre die erforderliche Herstellung von Druckentwässerungssystemen in der Weserstadt komplett.

 Die Baumaßnahme wurde in den vergangenen Jahren im Einvernehmen mit dem Landkreis Schaumburg mehrfach zurückgestellt, da andere Kanalbaumaßnahmen höhere Dringlichkeit hatten. Abgestimmt mit der Unteren Wasserbehörde soll es nun 2016 losgehen, so der Abwasserbetrieb.

 Zurzeit entwässern die etwa 45 Grundstücke über abflusslose Gruben. Dieses System entspricht in dieser Dimension nicht dem Stand der Technik. Der Abwasserbetrieb, der für die Abfuhr und Entsorgung der Grubeninhalte nach der Abwasserbeseitigungssatzung verpflichtet ist, hat wiederholt die Eigentümer aufgefordert, übergangsweise ihre Gruben zu sanieren, wenn Undichtigkeiten festgestellt wurden. Um eine Umweltgefährdung auszuschließen, besteht dringender Handlungsbedarf.

 Eine Alternative zum zentralen Entwässerungsanschluss ist gibt es nicht. Für die Möglichkeit, das gesamte Gebiet über Kleinkläranlagen nach dem Stand der Technik zu entwässern, fehlen die Voraussetzungen, wie das Vorhandensein eines angrenzenden und ständig Wasser führenden Gewässers sowie die nachweislich ausreichende Versickerungsfähigkeit des anstehenden Bodens. Nur im begründeten Einzelfall – zum Beispiel bei sehr schwierigen topografischen Gegebenheiten oder sehr geringerem Frischwasser- beziehungsweise Abwasseranfall – kann die Untere Wasserbehörde dem Abwasserbetrieb eine Ausnahme von einem eventuell auch unwirtschaftlichen Kanalanschluss an ein Grundstück gewähren. Dabei würde der Eigentümer zur Herstellung einer abflusslosen Grube nach dem Stand der Technik aufgefordert.

 Mit dem Bauamt der Stadt Rinteln ist die Baumaßnahme im August 2015 abgestimmt worden. Insgesamt werden bei der Baumaßnahme etwa 780 Meter Freigefällekanal und etwa 400 Meter Druckleitung sowie sieben Pumpwerke verbaut. Das Gebiet kann an den vorhandenen Schmutzwasserkanal an der Straße Vor dem Berge angeschlossen werden.

 Das Ingenieurbüro Kirchner Engineering Consultants (Stadthagen) hat die Baukosten für die jetzt ausgearbeitete Planung mit insgesamt 525000 Euro brutto ermittelt. Die Kosten begründen sich unter anderem durch die Verlegung der Kanäle und Leitungen in die öffentlichen Flächen, um den Betrieb und die Unterhaltung für den Abwasserbetrieb auf Dauer problemlos handhaben zu können, durch den häufigen Geländewechsel und die daraus resultierenden Freigefälle- und Druckleitungen, dem felsigen Baugrund in geringer Tiefe, die optimierte Aufstellung der Pumpwerke und durch die Notwendigkeit, alle Grundstücke anzuschließen.

 „Deshalb ist die Verlegung der Kanäle und Leitungen aufwendig und teuer. Zudem muss der anfallende Aushub nach den heutigen Umweltrichtlinien nach einer entsprechenden Untersuchung entsorgt werden“, so der Abwasserbetrieb mit. „Im Zuge des Anschlusses der Grundstücke an das zentrale Entwässerungssystem kann ein Abwasserbeitrag von insgesamt 92000 Euro berechnet werden.“ Baubeginn soll im Frühjahr 2016 sein.

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