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Letztes Wort nicht gesprochen

Todenmann Letztes Wort nicht gesprochen

Die Feuerwehr ist umgezogen, vom alten ins neue Schulgebäude. Unbestreitbar eine deutliche Verbesserung, sagt der Todenmanner Ortsbrandmeister Rolf Marchlewski.

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Zumindest Platz hat die Feuerwehr jetzt genug in ihrem neuen Schulungsraum.

Quelle: wm

Todenmann. Im alten Haus gab es einen Raum und eine Toilette, in der neuen Schule kann sich die Feuerwehr jetzt auf drei Räume ausbreiten: einen Aufenthaltsraum, der vor allem von der Kinder- und der Jugendwehr genutzt wird, ein Schulungsraum und daneben ein Büro mit Küche.

 „Wir haben alles selbst gemacht“, betont Marchlewski, die städtische GVS, zuständig für öffentliche Gebäude, stellte nur das Material zur Verfügung. Alles ist neu – vom Fußboden über die Wände bis zur Küche. Mit unter die Arme gegriffen hat finanziell auch der Förderverein.

 Die Räume werden gut genutzt: Zu den 18 aktiven Feuerwehrleuten kommen 33 Mitglieder der Kinder- und der Jugendwehr und 16 Feuerwehrmänner der Altersabteilung.

 Das Feuerwehrhaus am Kirschenweg stammt aus dem Jahr 1954 und ist zu klein geworden. Die Stadt will es verkaufen, war zu hören. Wie es grundsätzlich weitergeht, ist noch offen, denn eine ideale Lösung, die Feuerwehr und Stadt zufriedenstellt, gibt es nicht.

 Stand der Dinge: Die Feuerwehr soll als Ersatz für die Fahrzeughalle im alten Gerätehaus eine neue Garage bekommen, dazu ein Carport direkt neben der Mehrzweckhalle. 155000 Euro soll beides kosten. Die Mittel stehen bereits im Etat der Stadt. Doch so recht ist man weder bei der Feuerwehr noch beim Ortsrat mit dieser Lösung glücklich.

 Die Feuerwehr hatte sich eine Doppelhalle mit Umkleideräumen gewünscht, eine Halle, in der auch ein neues Feuerwehrfahrzeug mit Löschtank und der vorhandene Bulli Platz hätten. Argument der Stadt: zu teuer.

 Marchelwski rechnet dagegen: Möglicherweise müsste dann der Treppenaufgang überdacht werden. Eventuell sei auch ein beleuchteter Laubengang quer über den Hof zur neuen Garage nötig, damit die Feuerwehrmänner auch bei Eis und Schnee nachts zu ihrem Fahrzeug kommen.

 Argument der Stadt: Es ist kostengünstiger, in der neuen Schule Umkleiden für Damen wie Herren zu schaffen, als in einer Doppelgarage. Denn das würde bedeuten, die Garage müsste beheizt werden. Ein Feuerwehrmann hat Anspruch auf 1,2 Quadratmeter Platz zum Umziehen. Das müsste man aktuell mal 18 nehmen. So viel Aktive hat die Wehr.

 Marchlewski zweifelt: Erstens sei ein Carport nur die halbe Lösung. Er frage sich, ob es möglich sei, den Bulli mit seiner kompletten Funkausrüstung so offen stehen zu lassen. Zweitens sei zumindest im Feuerwehrentwicklungsplan vorgesehen, dass die Feuerwehr Todenmann ein neues Fahrzeug mit Löschtank erhält.

 Todenman und die Nordstadt sind längst zusammengewachsen, die Todenmanner Wehr liege also rein strategisch auch für die Nordstadt günstig. Dort mache ein Ersteinsatz aber nur Sinn, wenn die Todenmanner auch mit eigenem Tanklöschwagen zum Einsatz fahren können.

 Offen ist noch, was mit dem alten Schulhaus Bleekebrink 2 passiert. Maik Köller wird mit seiner Verwaltungsstelle spätestens im September ebenfalls in die neue Schule umziehen. Ob der Verkauf des Schulhauses für lau die richtige Lösung ist, daran zweifelt nicht nur Ortsbürgermeister Uwe Vogt.

 Beim Thema Garage ist wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen. Stadtbrandmeister Friedel Garbe und Vogt, der auch stellvertretender Vorsitzender des Feuerschutzausschusses ist, wollen das Thema bei der nächsten Sitzung ansprechen. Die Feuerwehrunfallkasse hat ebenfalls mitzureden. Zudem gibt es noch keine ausgearbeiteten Detailpläne für Garage und Carport. Bei der GVS sei mit einer konkreten Umsetzung noch nicht begonnen worden, so Geschäftsführer Jürgen Peterson. Es habe zunächst wichtigere und eiligere Aufgaben gegeben.wm

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