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Mehr als nur eine Spielstätte

Kita "MinniMax" feiert 25-jähriges Bestehen Mehr als nur eine Spielstätte

Die 25-jährige Geschichte der Kindertagesstätte (Kita) „MinniMax“ in Exten liest sich wie ein Paradebeispiel für die Entwicklung moderner Kinderbetreuung in Deutschland.

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 Die kleine Johanna ist ganz fasziniert vom Goldmariechen/Pechmariechenbogen, der in den Märchenparcours führt. Die Goldmariechenseite wird dabei eindeutig von ihr favorisiert.

Quelle: cm

Exten (cm). Als eine der beiden ersten städtischen Kindergärten – Engerns Kita „Zum Gänseblümchen“ stammt aus demselben Jahr – wurde „MinniMax“ 1990 gegründet. Am Sonnabend wurde Jubiläum gefeiert.

 Damals gab es drei Gruppen, die den Müttern immerhin eine kleine vormittägliche Verschnaufpause bis 12.30 Uhr ermöglichten. Doch die Einrichtung ging mit der Zeit. Gesellschaftliche Veränderungen spiegeln sich direkt in der heutigen Angebotsstruktur wider, die sich aus mittlerweile fünf Gruppen mit flexiblen Öffnungszeiten, davon zwei Ganztagsgruppen, zusammensetzt. Inklusion wurde als Herausforderung angenommen, erst als Einzelinklusion, jetzt auch durch spezialisierte Gruppen. Fachlich stellte man sich manch besonderer Aufgabe und bildete sich fort, wie zum Beispiel im Bereich der Gewaltprävention durch das Projekt „Faustlos“ oder im mathematischen Bereich, der bei den „MinniMaxen“ einen besonderen Stellenwert einnimmt.

 Bemerkenswert auch die intensive Zusammenarbeit, die mit der benachbarten Grundschule entstanden ist. Ein Brückenjahr sorgt dafür, dass die Kita-Kinder heute einen sanften Übergang in das Schulleben erfahren können. „Ganz wichtig ist für uns der Kontakt zu unseren Eltern. ‚Erziehungspartnerschaft‘ heißt hier das Stichwort“, erklärt Kita-Leiterin Heidi Weber. „Kinder verbringen heute viel mehr Zeit in unserer Einrichtung, als das früher üblich war. Da geht es längst nicht mehr um ein Spiel- und Beschäftigungsprogramm für einige Stunden, sondern darum, dass sich hier wirklich das Leben der Kinder abspielt und dass ein wichtiger Teil der Erziehung bei uns stattfindet. Das funktioniert nur, wenn Eltern und Kita zusammenarbeiten.“

 Das große Fest am Sonnabend zum 25. Geburtstag hält sich jedoch nicht lange mit Rückblicken und Lobesreden auf. „In erster Linie wollen wir heute einen schönen Tag mit unseren Kindern und Eltern und natürlich auch allen anderen Besuchern verbringen“, meint Weber bescheiden. Dabei ist „einen schönen Tag verbringen“ doch eine ziemliche Untertreibung, für das Programm, das das „MinniMax“-Team zusammengestellt hat.

 Ein märchenhafter Parcours, samt Knusperhäuschen und Froschkönigbrunnen ist im Außengelände vorbereitet. Als Märchenerzählerin sitzt „Oma Inge“ im gemütlichen Sessel bereit und erwartet die kleinen Zuhörer. Eine Fotogalerie aller bisherigen Jahrgänge versetzt manchen Besucher in alte Zeiten zurück und führt zu vielen Weißt-du-noch-Gesprächen. Bastelstände mit knallbunten und glitzernden Zutaten sorgen dafür, dass im Laufe des Tages immer mehr kleine Prinzen und Prinzessinnen das Gelände bevölkern, die nur Konkurrenz bekommen von den Löwen, Katzen und Fabelwesen, die gerade die Schminkstation verlassen haben. Für gute Verpflegung sorgt die Elternschaft.

 Höhepunkt des Tages ist eine lebhafte amerikanische Versteigerung. Die „Gelbe Gruppe“ hat Märchenstühle kreiert. Diese sind nicht nur angemalt, sondern auch plastisch zu kleinen Kunstwerken modelliert. Entsprechend leidenschaftlich wird um sie geboten.

 So kommt sogar noch etwas Geld in die Kasse bei dieser rundum gelungenen Veranstaltung.

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