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Mit Burka bei der AfD

Referentin Leyla Bilge zu Gast Mit Burka bei der AfD

„Ich bin ein Nazi“, sagt die kurdischstämmige AfD-Referentin Leyla Bilge, „das heißt: nicht anpassungswillig zur Islamisierung.“ Provokation gehört zur Rhetorik der Alternative für Deutschland (AfD), auch der Wahlkampfauftakt kommt nicht ohne aus.

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Leyla Bilge: zunächst mit Burka, später im schwarz-rot-goldenen Kleid.

Quelle: jak

EXTEN. Sei es die „Mediendiktatur“, die „deutschlandhassende“ Angela Merkel, oder ein Auftritt in schwarzer Burka: Die junge Partei kämpft um Aufmerksamkeit. „Um unsere Ziele friedlich durchzusetzen, müssen wir eine starke politische Kraft werden“, sagt Kreisverbandschef Daniel Carl einleitend.

Bilge: Werde von Medien boykottiert

Ein paar Dutzend Interessenten haben sich für den Vortrag mit anschließender Fragerunde im Dorfgemeinschaftshaus Exten eingefunden. Vollverschleiert mit schwarzer Burka begann Bilge ihren Vortrag. Später kommt ein schwarz-rot-goldenes Kleid darunter zum Vorschein. Sie sei Frauen- und Kinderrechtsaktivistin, erklärt sie. Doch seit sie sich zur AfD bekenne, werde sie von den Medien boykottiert. Sie erzählt, deutsche Gerichte würden die Scharia mittlerweile anerkennen, ein Beispiel aus Bamberg belege das. Kinderehen in Deutschland könnten nur durch die AfD verhindert werden.

Bilge, die selbst mehrmals in Krisengebiete gereist ist, versuchte, ein differenziertes Bild der Situation vor Ort zu zeichnen. Sie zeigt Bilder verletzter Kinder in Kriegsgebieten, berichtet von einer vom IS verschleppten Jesidin und deren Sohn, von Flüchtlingscamps, in denen die nötige Hilfe nicht ankomme. Sowie von anderen Lagern, in denen dagegen die Zelte leer stünden.

Bei den Lösungen gibt es für Bilge nur eine Antwort: die AfD. Angela Merkel dagegen hasse Deutschland, hasse die deutsche Fahne. „Die Bürger sind noch in Narkose“, so Bilge. Doch sie und die AfD wollen sie aufrütteln. Auch die „Mediendiktatur“ unterdrücke die Wahrheit – und die AfD.

„Es ist ein Milliardengeschäft“

Statt Geld für die 90 Prozent auszugeben, die keine „echten Flüchtlinge“ seien, solle man das Geld für die Deutschen und die „echten“ Flüchtlinge bezahlen. Wer gegen den Flüchtlingskurs der AfD sei, der verdiene doch meist an der Flüchtlingskrise. „Es ist ein Milliardengeschäft“, so Bilge. Ein Geschäft, an dem auch die Kirchen – Bilge ist vom Islam zum Christentum konvertiert – maßgeblich beteiligt seien.

Bei der Diskussion wollte ein Bürger wissen, ob die Medien denn auf Geld aus Nahost angewiesen seien und deswegen positiv über Migration und den Islam schreiben würden. Davon wollte Bilge nichts wissen, ein Vertreter des Landesverbandes verwies aber darauf, dass 70 Prozent der Medien von der SPD finanziert seien. Ein anderer Bürger beklagte, dass die UNHCR-Hilfsmittel für die Flüchtlingslager vor Jahren um 50 Prozent gekürzt worden seien. „Ich würde mich auch auf den Weg machen“, sagte er. Das Problem sei bei der Politik zu finden, bestätigte Bilge. Eine Zuhörerin beklagte, die Politiker würden sich zu wenig mit der Kultur der Zuwanderer auskennen.

Bilge widersprach: „Ich will mich mit anderen Kulturen gar nicht befassen.“ Zuwanderer hätten sich anzupassen. Ebenfalls angesprochen wurde die Frage, ob Asylsuchende ansteckende Krankheiten nach Deutschland bringen würden. „Die Situation ist viel schlimmer als Sie sich vorstellen können“, sagt Bilge. Aber die Ärzte dürften ja nicht die Wahrheit darüber sagen. jak

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