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Mit Videokamera gegen Müllsünder?

Möllenbeck / Altglas-Container Mit Videokamera gegen Müllsünder?

Der Ärger über illegale Müllentsorgung an den Altglas-Containern am Mühlenberg in Möllenbeck reißt nicht ab. Und wenn es nach Ortsbürgermeister Reinhold Kölling ginge, dann würde er die Container kurzerhand entfernen lassen. Doch am Ende kam man in der jüngsten Ortsratssitzung dann doch darin überein, dass man auf die Container eigentlich nicht verzichten wolle. Trotzdem müsse etwas passieren, um der ständigen Vermüllung des Areals Einhalt zu bieten. 

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Mehr Sauberkeit im Umfeld der Altglas- und Altkleidersammelcontainer will der Ortsrat Möllenbeck erreichen.

Quelle: tol

Möllenbeck. Möllenbeck (pk).  Wer Zeuge illegaler Müllentsorgung werde, solle das zur Anzeige bringen – auch, wenn es sich bei der Person um einen Bekannten oder gar Nachbarn handele. „So jemanden zu decken, hat mit guter Nachbarschaft jedenfalls nichts zu tun“, war im Ortsrat zu hören. Mit einer bloßen Entfernung der Container bestrafe man indes vor allem alle „anständigen Leute“, so Kölling. Gerade ältere Menschen oder Möllenbecker ohne Auto hätten dann das Problem, ihr Altglas tütenweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Rinteln zu schaffen.

 Alternative Standorte, die besser einsehbar seien und damit „Müllsünder“ hemmen könnten, wurden auch diskutiert. So kam etwa der Sportplatz wieder ins Gespräch, wo die Container in der Vergangenheit bereits standen – aber auch dort wurde Müll abgeladen. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz erinnerte daran, dass der Bauhof diesen Müll damals nahezu zweimal die Woche abholen musste. Die Stadt habe eine „Beseitigungspflicht“. Vielleicht, gab er zu bedenken, müsse man vor diesem Hintergrund auch schlichtweg eine „größere Entschädigung fürs Müllwegbringen“ prüfen. Zumal es sich um ein Problem handele, das nicht auf Möllenbeck beschränkt sei, sondern auch in fast allen Ortsteilen die Gemüter erhitze.

 Am liebsten wäre es den Ortsratsmitgliedern, man würde die Container mit Kameras überwachen, um Täter abzuschrecken oder gegebenenfalls zu entlarven. Das sei jedoch sehr kostspielig und noch dazu rechtlich nicht ohne Weiteres durchzusetzen, merkte Buchholz an. Alternativ, wog man im Ortsrat noch ab, könne man vielleicht ein bloßes Schild mit dem Hinweis auf Kameraüberwachung aufstellen – ohne, dass es wirklich eine Kamera gebe. Kölling: „Das hat ein Anwohner schon längst versucht. Eine Woche hat das Schild da gestanden, dann hat es jemand einfach wieder abgebaut.“

 Schließlich einigte man sich darauf, die Situation am Mühlenberg weiter im Auge zu behalten, um in wenigen Wochen wieder zusammenzukommen, darüber zu beraten – und notfalls zu beschließen, die Glascontainer entfernen zu lassen.

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