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Mittagessen im Familienzentrum Rolfshagen

Eine logistisches Meisterleistung Mittagessen im Familienzentrum Rolfshagen

Für Beate Schürmann ist es eine logistische Meisterleistung, die sie jede Woche von Montag bis Freitag im Familienzentrum Rolfshagen zu leisten hat und die auch einen Namen besitzt.

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 Kinder, es gibt Essen: Doch die Wege sind lang im Familienzentrum. Ein Umbau würde helfen. pr

Rehren/Rolfshagen. Sie nennt sich: Mittagessen.

Denn das Essen wird von den Mitarbeiterinnen in das Atelier getragen, in die Cafeteria, in die Strolche-Gruppe und auch in die Wichtel-Gruppe. Dazu werden noch die Getränke für 60 bis 70 Kinder serviert. Und dann kommen um 13.30 Uhr die Hortkinder, dafür muss die Cafeteria wieder umgebaut sein.

Abhilfe könnte ein Umbau schaffen. Offiziell findet sich der Punkt im Ergebnishaushalt 2016 unter dem leicht sperrigen Titel „Umbau zur Neugliederung der Zuordnungsbereiche in der Kindertagestätte“. Leichter zu verstehen ist die Summe, die es kosten würde: 45000 Euro, die durch den Einsatz des Bauhofes auf 30000 Euro gesenkt werden könnte.

Es ist eine Maßnahme, die den Brandschutz verbessern würde, und zwar „erheblich“, wie es in der Vorlage heißt. Auch der Brandschutzingenieur des Landkreises spricht sich für den Umbau aus.

Diese Maßnahme würde fast das gesamte Familienzentrum neu zuschneiden: Kindergartengruppen im Obergeschoss, Krippengruppen im Erdgeschoss, das Büro von Chefin Schürmann würde in den Eingangsbereich verlegt werden. Ein Raum für das Personal würde geschaffen und der Essensbereich vergrößert werden, es ginge schneller.

Schürmann erklärt vor dem Fachausschuss die aktuelle Lage anhand des Büros für das Personal. Es ist recht geräumig, für acht, neun Menschen findet sich dort ausreichend Platz. Nur: Der Personalstamm hat sich im Laufe der Jahre vergrößert. Heute quetschen sich bei einer Besprechung 25 Menschen in den kleinen Raum. Die Mitarbeiter müssen außerdem ihre Garderobe in diesem Raum unterbringen, der unter dem Dach liegt. Ein Umbau würde alles entzerren, sagt Schürmann im Ausschuss.

„Schon wieder Brandschutz?“, fragt Jürgen Menke (WGA) nach. Das Thema habe man doch erst vor zwei Jahren auf der Tagesordnung gehabt, und damals sei den Ratsmitgliedern versichert worden, es sei jetzt alles in Ordnung. „Das muss doch mal ein Ende haben“, ärgert sich Menke. „Nein“, antwortet Stefan Weber (SPD), „das ist eine Empfehlung, das kann diskutiert werden.“ Rüdiger Teich (SPD) schlägt mit Blick auf die selbst auferlegte Schuldenbremse vor, einen Kompromiss zu finden. Die Notwendigkeit der Maßnahme selbst stehe aber außer Frage. Menke sieht es ähnlich: Man habe sich immer zusammengerauft, daher solle die Verwaltung weitere Varianten erarbeiten. Gemeint war natürlich: Alternativen, die billiger ausfallen. Zweiter Vorteil: Das Ausarbeiten von Varianten dauert.

Schürmann hatte es wohl nicht anders erwartet. Sie habe vor dem Ausschuss den Bedarf kundgetan, erklärte sie: „Und tun wir es nicht kund, wird es nicht bearbeitet.“

Nur Kamila Kosmalla mochte als beratendes Mitglied die Flinte nicht so schnell ins Korn werfen. Sie verwies auf die geplanten Schallschutzmaßnahmen für den Kindergarten Escher. Wie lange es denn gedauert habe, bis die Mittel für den unumstrittenen Schallschutz im Haushalt gestanden hätten? Die Antwort: zwei Jahre. Und die Kosten liegen mit 6000 Euro deutlich unter denen für den Umbau. „Außerdem werden die Kosten bei mehreren Schritten in aller Regel höher ausfallen, als wenn man es einmal und richtig macht.“ Bürgermeister Heinz Kraschewski mochte ihr nicht widersprechen, betonte aber: Man müsse das Wünschenswerte mit dem Machbaren verbinden.

16000 Euro würde eine Maßnahme in der Kindertagesstätte Rehren kosten, aber durch den Einsatz des Bauhofes werden die Kosten halbiert. Geschaffen werden soll ein Raum im Bereich der Terrasse. Es wird eine Überdachung mit Seitenwänden geben, damit soll ein Bereich für die Kinder außerhalb der Gruppenräume geschaffen werden, in dem ein werkkreativer Bereich eingerichtet wird. Weil er nicht geheizt wird, kann er nur in der warmen Jahreszeit genutzt werden. Dafür ist ein Fenster zu einer Tür umzubauen, damit der Bereich erreicht werden kann, ein Baum muss gefällt werden. Die Pflasterung der Terrasse bleibt erhalten, begehbar wird der Raum vom angrenzenden Gruppenraum und vom Spielplatz sein.

76000 Euro stehen für das Freibad Rolfshagen bereit. Vor allem die Erneuerung der Fliesen im Spaß- und Kinderbecken sowie die Außenwand mit Beckenkopf am Rutschenbecken werden teuer: 55000 Euro. rnk

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