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Mittelmeer-Feeling im Exterdorf

Exten Mittelmeer-Feeling im Exterdorf

Hanfpalmen, Orangenbäume, Zitronenbäume, Feigenbäume, Olivenbäume, Pistazienbäume und eine Fülle unterschiedlicher mediterraner Kräuter – im kleinen Garten von Günther Heinemeyer in Exten fühlt man sich in den Mittelmeerraum versetzt.

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Sie ist der ganze Stolz von Günther Heinemeyer: Eine fast vier Meter hohe Hanfpalme.

Quelle: peb

Exten. „Und alles aus Samen selbst gezüchtet“, verrät der 66-jährige Rentner voller Stolz.

 Heinemeyer, aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Ottenstein, entdeckte schon in jungen Jahren seine Liebe zu exotischen Pflanzen. Besonders Kakteen hatten es ihm angetan. Als der junge Tischler im Jahr 1972 im Urlaub in Spanien zum ersten Mal Palmen gesehen hatte, war er so begeistert von den Pflanzen, dass er sich, in der Heimat angekommen, eine Palme – eine Dattelpalme – kaufte. Der Spanien-Fan, der durch zahlreiche Reisen auf die Iberische Halbinsel nicht nur Land und Leute kennen und lieben lernte, sondern auch die Sprache beherrscht, besorgte sich im Jahr 1976 von einem Importeur aus Hamburg seinen ersten Palmensamen und versuchte sich in der Aufzucht. Da Heinemeyer damals noch zur Miete wohnte, gestaltete sich die Überwinterung als sehr schwierig. Aus Platzgründen mussten die Pflanzen im Freien bleiben. Häufig wurden seine liebevoll gepflegten Palmen dann ein Opfer des Frostes. Erst als Heinemeyer im Jahr 1985 sein Haus an der Behrenstraße in Exten kaufte, konnte er seiner Leidenschaft freien Lauf lassen.

 Wieder bestellte er sich Samen aus Hamburg, und wenig später stellten sich erste Erfolge ein. Beim Mann mit dem „grünen Daumen“ entwickelten sich die Palmen prächtig. Die Hanfpalmen wuchsen in seiner kleinen Oase bis zu einer Höhe von fast sechs Metern. „Dann kam der Winter im Jahr 2009. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Am 19. Dezember gab es einen fürchterlichen Frosteinbruch mit verheerenden Folgen. Alle Palmen, die fest im Boden standen, gingen ein. Der Anblick zerriss mir fast das Herz. Nur die Palmen, die in Kübeln gepflanzt waren und in meiner kleinen Werkstatt standen, kamen durch den Winter“, erzählt Heinemeyer traurig zurückblickend. Heute stehen seine Hanfpalmen alle in Kübeln und überwintern in seiner Werkstatt oder im Wintergarten. Manche Exemplare sind schon 27 Jahre alt.

 Fragt man Heinemeyer nach seinem Geheimnis des prächtigen Wachstums seiner Palmen, ist er sofort bereit, das Geheimnis zu lüften. „Wasser, Wasser, Wasser – im Sommer ganz viel Wasser. Aber bis ich zu dieser Erkenntnis gelangte, vergingen etliche Jahre. Ich wunderte mich nur immer, dass meine Palmen im Herbst und Frühjahr immer schneller wuchsen als im Sommer. Bis ich entdeckte, dass es an der Wasserzufuhr lag. Heute stehen die Kübel im Sommer immer in einer Schale, in der Wasser steht“, berichtet Heinemeyer und fährt fort. „Des Weiteren sollte man Hornspäne in den Boden einarbeiten und ganz wichtig – Naturdünger verwenden. Im Winter schütze ich die Töpfe und Kübel mit Isolierfolie und decke die Kronen ab. Der Stamm braucht keinen Schutz, da er mit natürlichem Hanf ummantelt ist.“

 Wer Tipps für den richtigen Umgang mit Palmen haben möchte, kann sich jederzeit an Heinemeyer wenden. Bei ihm können auch bis zu zehnjährige Palmen für kleines Geld käuflich erworben werden. Heinemeyer ist unter der Rufnummer (05751) 2380 zu erreichen. Außerdem hat der Palmenexperte noch ein Schmuckstück zu verschenken – eine fast vier Meter hohe Palme, die in den USA beheimatet ist. „Sie muss nur abgeholt werden“, hofft Heinemeyer auf einen baldigen Interessenten.peb

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