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Nabu zeigt Flagge

Westendorf Nabu zeigt Flagge

Erste Bauvorbereitungen von Planet Energy in Westendorf haben den Nabu Rinteln bewogen, offensiv die Öffentlichkeit zu suchen. Ganz konkret sieht man das Seeadlerbrutpaar bedroht, das seit mehreren Jahren im Wesertal brütet. Außerdem sei die Auenlandschaft Hohenrode in ihrem Entwicklungspotenzial gefährdet.

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Vom Nabu Rinteln aufgehängtes Protestbanner in Westendorf.

Quelle: tol

WESTENDORF. „Wir möchten mit solidarischen Grundeigentümern auf dieses Windkraftprojekt aufmerksam machen, das den Artenschutz im Weserbergland gefährdet“, so Nick Büscher, Chef der örtlichen Nabu-Gruppe und stellvertretender Landesvorsitzender.

Ganz konkret sieht man das Seeadlerbrutpaar bedroht, das seit mehreren Jahren im Wesertal brütet. Darüber hinaus ist laut Nabu die Auenlandschaft Hohenrode in ihrem Entwicklungspotenzial gefährdet.

Der Nabu suche nun bewusst die Konfrontation mit dem Unternehmen, so Büscher. Man habe gehofft, dass man dieses Projekt trotz Genehmigung einstellt, da ernste artenschutzfachliche Bedenken sowohl seitens der Stadt als auch des Nabu vorgebracht worden sind. „Leider hat dies zu keinem Umdenken geführt, sodass Planet Energy sich nicht anders verhält als jeder beliebige Finanzinvestor – mit Rückendeckung von Greenpeace Energy.“ Auf diesen Missstand will der Nabu nun aufmerksam machen, indem nördlich und südlich der Weser Protestbanner aufgehängt werden. „Wir sind den Eigentümern dankbar, die ihre Grundstücke zur Verfügung stellen.“

Belange von Mensch und Natur berücksichtigen

Den Zielen des Klimaschutzes erweise das Ansinnen von Planet Energy, in diesem Bereich Windräder zu errichten, einen Bärendienst. Die Akzeptanz erneuerbarer Energien sei davon abhängig, inwiefern die Belange von Mensch und Natur berücksichtigt werden.

Der Pressesprecher von Greenpeace Energy, Christoph Rasch, reagierte auf die Rintelner Nabu-Aktivität so: „Planet Energy hat alle wichtigen Aspekte zum Natur- und Vogelschutz in Rinteln besonders sorgfältig geprüft. Der Schutz der Seeadler ist aus unserer Sicht gewährleistet. Alle Gutachten geben uns dabei recht. Und auf Basis dieser Fakten haben wir die Genehmigung zum Bau erhalten.“ Rasch stellt zudem die Frage, wie der Klimaschutz gelingen solle, „wenn selbst Windkraftanlagen nicht gebaut werden, die alle naturschutzgemäßen Kriterien erfüllen?“ Erneuerbare Energien seien das beste Mittel gegen den Klimawandel. „Das betonen auch Umweltverbände wie der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland.“ Dieser habe die Ursachen des Vogelsterbens untersucht und halte fest, dass der Bau von Windkraftanlagen nur für einen kleinen Teil des Vogelsterbens verantwortlich sei. „Wir stellen uns gerne der Kritik an dem Windkraftprojekt in Rinteln, auch in einer öffentlich geführten Diskussion. “r

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