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Neues Haus, neues Fahrzeug

Feuerwehr meldet Vollzug Neues Haus, neues Fahrzeug

„Was lange währt, wird endlich gut.“ Für die Einen ist dies nur strapazierte Plattitüde, aber für Andere, wie die Ortsfeuerwehr Möllenbeck, klingt es wie Musik in den Ohren und nach Erfüllung eines realisierten Traumes.

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Es war ein weiter Weg, doch jetzt sind das neue Löschfahrzeug und das neue Gerätehaus offiziell im Besitz der Ortsfeuerwehr Möllenbeck, freut sich Gerätewart Tim Schinz.

Quelle: who

MÖLLENBECK.. Am frühen Freitagabend war es sogar eine Art Doppelfeiertag anlässlich von gleich zwei Wünschen, dem Ortsbrandmeister Markus Dinter mit diesem Spruch Sinn verlieh. Denn die Klosterdorf-Feuerwehr nahm nach 14 Monaten Bauzeit gleichzeitig mit ihrem neuen Gerätehaus auch ein topaktuelles Einsatzfahrzeug vom Typ LF10 offiziell in Betrieb.

 Manchmal kommt es anders, als man denkt, verdeutlichte der Ortsbrandmeister mit seinem Rückblick auf die nicht ganz erwartete Entwicklung des Projektes Fahrzeug-Ersatzbeschaffung. Denn eigentlich hatte nur das angejahrte Vorgängerfahrzeug vom Typ LF8 ersetzt werden sollen. Und eigentlich hätte dafür ein bloßer Umbau des Gerätehauses genügt, um das größer dimensionierte Löschfahrzeug 10 unterzubringen.

 Aber, weil niemand voraussehen könne, ob künftige Feuerwehrfahrzeug-Generationen nicht noch größer ausfallen, hätten Feuerschutzausschuss und Rat der Stadt Rinteln im Herbst vorausblickend entschieden, einen Hallenneubau auf den Weg zu bringen.

 „Am 4. Juli 2015 fiel der Startschuss für unseren Neubau“, setzte Dinter seinen Rückblick fort auf die großen Teilabschnitte Auszug aus dem alten Gerätehaus, Abriss des Schlauchturmes ab 15. Juli 2015, Fertigstellung des Rohbaus zu Anfang 2016 und Beginn der Eigenleistung der Ortsfeuerwehr Möllenbeck bei Innenausbau, Maler- sowie Pflasterarbeiten.

 Unterm Strich wurden „674 Stunden zusätzlich“ geleistet und zeitweise wurde sogar „parallel geplant“, erinnerte Dinter an die heiße Phase, während der er und sein Stellvertreter Kai-Uwe Herchenröder sich um das Projekt Gerätehaus kümmerten und ein Team um Gerätewart Tim Schinz um die Konzipierung des neuen Löschfahrzeuges.

 Hintergrund: Das günstig erworbene Vorführfahrzeug HLF10 (Hilfeleistungslöschfahrzeug) mit 10000 Kilometern auf dem Tacho musste zunächst in ein LF10 umgeplant und umgerüstet werden.

 „Hunderte von Arbeitsstunden für 39 A4-Seiten“ bei nochmaliger Nachplanung, dachte der Gerätewart zur Doppel-Übernahmefeier laut an die Knobeleien über den Entwürfen.

 Doch bis zum offiziellen Einzug war es doch noch ein relativ weiter Weg, rekapitulierte Schinz. Denn für die Dauer der Bauzeit musste die Ortsfeuerwehr Möllenbeck erst das im Gerätehaus stationierte ABC-Erkundungsfahrzeug des Bundes bei der Schwerpunktfeuerwehr in Rinteln zwischenparken, und nach dessen Abholung am 16. Juli auch das neue LF10. Zu Einsätzen mussten die Besatzungen beide Fahrzeuge jeweils aus Rinteln abholen, wobei das LF10 bislang schon 31-mal zu Einsätzen und Übungen geholt werden musste.

 Mit der Übernahme von Gerätehaus und Fahrzeug sind mit dem Dienstalltag auch die beiden Fahrzeugbesatzungen wieder nach Hause zurückgekehrt. Und es sei eine „sehr, sehr weise Entscheidung des Feuerschutzausschusses gewesen“, für größere Fahrzeuge zu planen, bekräftigte Bürgermeister Thomas Priemer einvernehmlich mit Möllenbecks Ortsbürgermeister Thorsten Frühmark und dessen Vorgänger Reinhold Kölling, dem die „Sitzungen auf kurzem Dienstweg an meinem Küchentisch“ noch in deutlicher Erinnerung zu stehen schienen. Denn: „Mein Küchentisch kann weiterhin genutzt werden.“

 „Mit diesem Gebäude und den dazu gehörenden Menschen ist die Zukunft der Feuerwehr Möllenbeck gesichert“, setzte Priemer seinen persönlichen Schlusspunkt hinter das Kapitel Gerätehaus-Neubau und Fahrzeug-Ersatzbeschaffung. who

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