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Neues Hotel für Hochzeitsgäste und Touristen

Domäne Möllenbeck Neues Hotel für Hochzeitsgäste und Touristen

Im Klosterdorf hat es sich längst herumgesprochen, jetzt ist es offiziell, die genehmigten Pläne liegen bei Anne Lee-Bolhöfer und Anthony Robert Lee in der Domäne auf dem Tisch: Vor zehn Jahren haben sie im ehemaligen Pferdestall und der Schmiede ihr Hofcafé eröffnet, jetzt wollen sie ein Hotel bauen.

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Hier soll bald ein Hotel entstehen: Anne Lee-Bolhöfer und Anthony Lee vor dem ehemaligen Verwalterhaus.

Quelle: wm

Möllenbeck. Die Idee dazu sei schon vor mehr als zwei Jahren entstanden, schildern beide. Im hohen Alter seien die Mieter im ehemaligen Verwalterhaus gestorben, damit habe das Haus leer gestanden. Weil das Gebäude allein wiederum für ein Hotel zu klein gewesen wäre, habe man den Plan entwickelt einen Durchgang zum Dachboden des angrenzenden Hauses zu schaffen.

 Seit 1470 wird die Domäne als landwirtschaftlicher Betrieb geführt und steht unter Ensembleschutz. Deshalb habe man zuerst mit dem Denkmalschutz geklärt, was möglich ist, was nicht: „Als die Pläne dann konkret wurden, hatten wir alle Entscheidungsträger einschließlich des Feuerschutzbeauftragten auf dem Hof.“ Und gemeinsam habe man eine Lösung gefunden. Die Rintelner Architektin Marion Steding hat den vorhandenen Plänen den letzten Schliff gegeben.

 Entstehen sollen elf Doppelzimmer, davon drei Familienzimmer mit Kinderkojen. Es gibt ein behindertengerechtes Zimmer für Rollstuhlfahrer und einen Aufzug. Das Hotel soll als Drei-Sterne-Hotel klassifiziert werden.

Das Bauamt hat inzwischen die Baugenehmigung erteilt, die Handwerker stehen bereit, es kann also demnächst losgehen. Ziel sei, zur Saison im nächsten Jahr zu eröffnen, sagt das Ehepaar. Der Bedarf ist da, daran haben beide keinen Zweifel: Schon heute würden Gäste von Hochzeits- und Betriebsfeiern im Hofcafé nachfragen, ob sie nicht vor Ort übernachten könnten. Das Hotel liegt direkt am Weserradweg sowie am Themenradweg „Kirchen & Klöster“. Zurzeit wird außerdem das lang gewünschte Teilstück von Möllenbeck bis zum Abzweig des Weserradweges gebaut (wir berichteten). Auch auf diese Gäste sei man mit Ladestation für E-Bikes und sicheren Unterstellmöglichkeiten eingestellt. Als eine weitere Gästegruppe sehen sie Messegäste und Dienstreisende.

Energie selbst erzeugen

 Für das Jugendfreizeitzentrum im Kloster wäre das Hotel übrigens keine Konkurrenz, denn dort mieten sich Gruppen wochenweise ein, die sich selbst bekochen. Die Nachfrage ist hier so groß, dass man sich schon ein Jahr vorher anmelden muss, will man einen Termin haben.

 Das Ehepaar hat schon das nächste gemeinsame Projekt begonnen und dafür eine eigene Firma gegründet: „CO2ade“. Der Name ist Programm, die Idee: eine „grüne Domäne“, die ihre Energie weitgehend selbst zu erzeugt. Die Domäne ist inzwischen ein reiner Ackerbaubetrieb.

 Lee will Solaranlagen auf die Dächer der Scheunen installieren lassen und in einen nicht mehr genutzten Stall eine 200-Kilowatt-Hackschnitzelanlage für Wärme und Strom einbauen, zu der auch ein 50-Kilowatt-Speicher gehört. Hierfür gibt es allerdings noch keinen konkreten Zeitplan – das Hotel soll erst einmal im Vordergrund stehen. wm

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