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Nicht wirtschaftlich und zukunftsweisend

Kindergarten wird zu Streitthema im Steinberger Ortsrat Nicht wirtschaftlich und zukunftsweisend

Als polemisch kritisiert Udo Schobeß (CDU) die Diskussion im Ortsrat Steinbergen über An- oder Neubau für den örtlichen Kindergarten (wir berichteten). „Es ist ungeheuerlich, was hier den Eltern durch eine nicht immer sachliche Argumentation der beiden Bürgermeister vorgegaukelt wird“, beklagt Schobeß.

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Steinbergen. „Das unklare Bild, was dabei zwangsweise entsteht, lässt richtungsweisend nach dem ,Strohhalm‘ Kindergarten-Anbau greifen, nach dem Motto: ,Damit man nicht irgendwann gar nichts bekommt, nehme ich lieber nur den Anbau.‘“

 Seine Erklärung lautet so: „Der Kindergarten und das Dorfgemeinschaftshaus stehen mit zwei getrennten Gebäuden auf ein und demselben städtischen Grundstück. Für das alte Dorfgemeinschaftshaus wäre ein Abriss gar nicht so unklug und würde Platz für einen Kindergarten-Neubau schaffen, ohne den Kita-Betrieb während der Bauzeit zu unterbrechen.“ Bei der Anbau-Variante würde der Kindergarten bis 2016 dagegen auf einer Baustelle leben.

 Dass Kita-Leitung und kirchlicher Träger mit einem Anbau einverstanden sind, wie es im Ortsrat hieß, schließt laut Schobeß aber nicht den derweil schlechtgeredeten Neubau aus, den „beide“ auch gerne hätten.

 Die Summe von 1,4 Millionen Euro basiert laut Schobeß wohl nicht auf der Tatsache, dass der Neubau auf dem städtischen Grundstück des Kindergartens im Ortskern errichtet werden könnte, für die CDU zumindest sei nie von einem anderen ortskernfernen Grundstück die Rede gewesen. Mit einer überschlägig ermittelten, jedoch nach Meinung von Schobeß fachlich fundierten Neubaukalkulation kommt die CDU auf Kosten von knapp unter einer Million Euro. Der heutige Kindergarten könnte später das abgerissene Dorfgemeinschaftshaus ersetzen.

 Bei den geschätzten Anbaukosten von etwa 334000 Euro sieht Schobeß Folgekosten für das ältere Gebäude. Ein Neubau biete hingegen optimale energetische Möglichkeiten und spare damit jährliche Unterhaltungskosten. Eine Neubau-Gewährleistung gebe Sicherheit, wie auch Brandschutz und Rettungskonzepte optimal gestaltet werden können. Der Grundriss kann behindertengerecht und ohne viele Kompromisse auf einer Ebene geplant werden, was beim Anbau kaum möglich sei. Schobeß: „Letztlich alles eine positive Unterstützung für die tägliche Optimierung des Kindergarten-Auflaufes, und das Außengelände kann in voller Größe erhalten bleiben.“

 „Die Mehrkosten, die beim Neubau entstehen, dürften sich auf das nächste Jahrzehnt dann relativiert haben, da die langfristige Instandhaltung deutlich kostengünstiger als beim Altbau ausfällt“, erklärt Schobeß. „Die CDU will sich weiter für den Neubau des Kindergartens einsetzen, und der könnte – genau wie der Anbau – auch 2016 fertiggestellt sein.“ r

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