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Ohne Bienen keine Äpfel

Hohenrode Ohne Bienen keine Äpfel

Lautes Rattern zerschneidet an diesem Vormittag die Stille in der Ferienhaussiedlung. Unter einem Pavillon werden gerade körbeweise Äpfel in eine Mühle befördert, die Früchte unter Getöse des Häckslers zu Apfelschnitzel verarbeitet.

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Quelle: pr.

Hohenrode. Sodann schaufelt Christian Höppner, Ehrenamtlicher der Nabu-Ortsgruppe Rinteln, die Apfelmasse in die Presstücher, Lage für Lage, um anschließend mithilfe eines Wagenhebers den Saft herauszupressen. „Aus zehn Kilogramm Äpfeln kann man ungefähr fünf Liter Saft gewinnen“, weiß Höppner und befördert die Reste aus den Tüchern in einen Bottich.

 Der Nabu hatte zum Apfelfest nach Hohenrode eingeladen, um auf das Thema Streuobst aufmerksam zu machen. Viele Interessierte folgten bei bestem Ausflugswetter dem Aufruf, um aus selbst geernteten Früchten Saft herzustellen und um sich das Biotop anzusehen. Nick Büscher, Vorsitzender des Nabu Rinteln, freute sich über die gute Resonanz des Apfelfestes. „Nachdem bereits in den ersten beiden Jahren unser Fest gut besucht war, ist es in diesem Jahr sogar noch besser. Und auch das Wetter spielt mit.“ Günter Groß vom Lions Club Rinteln ergänzte: „Der Lions Club unterstützt seit mehr als 20 Jahren den Nabu, um dieses wertvolle Stück Kulturlandschaft zu erhalten. Das Apfelfest ist eine gemeinsame Aktion, um den Lebensraum Streuobstwiese mit allen Sinnen erfahrbar zu machen.“ Bei Kaffee und Kuchen, frisch gepresstem Apfelsaft und Bratwurst waren die Sitzplätze stets gut gefüllt.

 Ein paar Meter weiter hatte sich Britta Raabe, die auch die Schafe auf der Wiese hält, mit ihrem Spinnrad niedergelassen, um den Besuchern die traditionelle Handwerkskunst des Spinnens zu demonstrieren. Mit gekonnten Handgriffen stellt sie aus der gewaschenen Schafwolle Fäden her. Der Obstlehrpfad mit zahlreichen Schautafeln erklärte ökologische Zusammenhänge, Baumtafeln informierten über die vorhandenen alten Obstsorten, die hier zu finden sind. Als besonderes Highlight des Tages präsentiert die Naturschutzjugend (Naju) das eigene Bienenprojekt, das ebenfalls auf der Streuobstwiese durchgeführt wird. Unter den neugierigen Blicken der Besucher öffneten die Jugendlichen ihre Bienenkiste, zum Vorschein kamen Tausende von Bienen, die auf den Waben saßen und fleißig ihrem Tun nachgingen. „Ohne Bienen würde es an den Bäumen viel weniger Früchte geben“, weiß Imker und Naju-Betreuer Dennis Dieckmann. „Und die Naju lernt, Verantwortung für die Natur zu übernehmen und deren Zusammenhänge besser zu verstehen.“

 Lions Club und Nabu Rinteln zeigten sich zufrieden nach der gelungenen Veranstaltung. Neben einer positiven Öffentlichkeitsarbeit rund um das Thema Streuobst konnte man zudem viele Fragen zum ehrenamtlichen Engagement auf der Obstwiese beantworten und Menschen für die Natur vor unserer Haustür begeistern.

 Das Apfelfest wurde im Rahmen des Jubiläumsprojekts „Streuobstwiesen blühen auf“ anlässlich des 25-jährigen Bestehens der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert, teilte Büscher mit. r

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