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„Ohne Menschen ist die Kirche tot“

125 Jahre St. Agnes Steinbergen „Ohne Menschen ist die Kirche tot“

Kirche als historisches Baudenkmal, das sei zu wenig, hat Pastor Stephan Strottmann gestern bei der Begrüßung zum Festgottesdienst gemeint. Das 125 Jahre alte Steinberger Gotteshaus hinter ihm blieb deshalb leer, der Glaube wurde nach draußen getragen. Mehr als 250 Menschen hatten dort auf Bänken Platz genommen, um das Jubiläum der St.-Agnes-Kirche zu würdigen.

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Musik gehört in Steinbergen dazu: Der Posaunenchor begleitet einige Lieder bei dem sehr gut besuchten Festgottesdienst. dil

Steinbergen. „Haus der lebendigen Steine“ hieß das Motto des Gottesdienstes. Und wie viel Leben in dieser Gemeinde steckt, zeigte sich zunächst vor allem musikalisch. Gitarrengruppe und Posaunenchor begleiteten die Gemeinde bei den Liedern, bei denen gleich das erste zum Tagesthema perfekt passte: „Danke für diesen Festtag heute, danke für dieses schöne Fest, danke, dass du so viele Menschen fröhlich feiern lässt.“

 Noch in der Nacht zuvor hatte es reichlich geregnet, doch morgens um acht machten sich viele Helfer schon daran, alles für den Freiluftgottesdienst und das Fest neben Kirche und Gemeindehaus vorzubereiten. „Ein schöner Spätsommermorgen“, freute sich Strottmann, als es los ging.

 „Die Gemeinde ist das Haus, in dem Gottes Geist lebendig ist“, stellte er fest. „Aber ohne Menschen ist die Kirche tot“, gaben dann einige Konformanden zu bedenken. Und sie sagten gleich, was sie sich für „coole Angebote“ wünschen, damit der Kirchgang auch ihnen Spaß macht: Bequeme Stühle, Massagesessel, aktuelle Themen, nicht so lange Reden, Essen und Trinken – das klang fast wie ein Freizeit- und Wellnesspark. Doch als Strottmann fragte, was sie selbst dazu beitragen wollen, gab es erstaunte Blicke. „Kirche braucht uns, klar, aber das ist doch anstrengend. Wir dachten, wir sind zum Feiern und nicht zum Arbeiten und Nachdenken hier.“ Immerhin, das waren schon mal Denkanstöße.

 Die Kinder Jette und Jonas bauten dann eine Kirche aus Pappkartons, andere Kinder durften sie bemalen mit Fenstern, Türen, Glocken, Noten und Pastor, fast alles, was so zu einer lebendigen Kirche gehört. „Wir sind lebendige Steine, wenn wir glauben, lieben, hoffen, sehen, hören und tun“, rief Strottmann den Versammelten zu. „Und ich wünsche uns, dass wir es auch die nächsten 125 Jahre schaffen, der Gemeinde Leben einzuhauchen und dass wir daran arbeiten, diese Welt ein bisschen schöner zu machen.“

 Wie lebendig die Gemeinde ist, zu der auch Ahe, Engern und Buchholz gehören, zeigte sich bei den vielen Angeboten des Festes. Info-Stände, Bilderausstellungen, Brillen-Fotoaktion, Gesang der Männergesangvereine Heimattreu Steinbergen und Concordia Engern, Blasmusik der Schützenkapelle Katthrinhagen/Hülsede, Kreativaktionen, Essen, Trinken und gute Gespräche, das alles füllte den harmonischen Nachmittag. dil

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