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Ortsdurchfahrt bleibt bis Juni gesperrt

Todenmann Ortsdurchfahrt bleibt bis Juni gesperrt

Das Thema wühlt die Einwohner von Todenmann auf: Wie lange dauert der Ausbau der Ortsdurchfahrt noch? Wann wird der Missbrauch der Nebenstraßen gestoppt? Wie lange müssen Kindern noch mit halbstündiger Verspätung in der Schule ankommen? Der Infoabend mit Vertretern der Stadt, der Straßenmeisterei, des Landesverkehrsamtes und der beauftragten Straßenbaufirma stellte wohl kaum einen der mehr als 100 erschienen Einwohner zufrrieden.

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 Vielen Todenmannern geht es zu langsam voran auf der Baustelle: Gestern beseitigten Bagger Asphaltreste auf der abgefrästen Fahrbahn des 2. Bauabschnitts, mehr nicht.

Quelle: dil

Todenmann. Zunächst erklärte Anne Hanus, Fachbereichsleiterin Bau der Landesbehörde, dass die zunächst falsche Beschilderung (kein „Anlieger frei“ mehr) bei der Freigabe der Ortsdurchfahrt über Weihnachten und Neujahr ein „Kommunikationsproblem“ war. Jetzt gebe es aber wieder eine Vollsperrung, im nun angegangenen 2. Bauabschnitt sei schon die Fahrbahndecke abgefräst, Kanalbauarbeiten folgen. Die Gehwegarbeiten des 1. Bauabschnittes werden parallel ab Mitte nächster Woche zu Ende gebracht. Die Arbeiten im 4. Bauabschnitt beginnen Mitte Februar beide sollen bis Anfang Juni fertig sein. Der 3. und 5. Bauabschnitt sollen parallel ab Ende Mai/Anfang Juni in Angriff genommen werden, dann aber nur noch mit Teilsperrung. Dieser Bereich liegt schon außerhalb der Ortslage, erfordert aber besonders für das Anlegen des Radweges erhebliche Erdarbeiten und den Gabionenbau (Steine hinter Draht).

Wegen Verwirrung über die Abschnitte und unverständliches Kartenmaterial klärte der Leiter der Straßenmeisterei Rinteln, Karl-Heinz Klages, auf, worum es wo geht: 1. Bauabschnitt Allersiek/Bleekebrink bis kurz vor der Josua-Stegmann-Kapelle, 2. Abschnitt Kapelle bis Gasthaus „Zur Linde“, 3. Abschnitt „Zur Linde“ bis Ortsausgang, 4. Abschnitt außerorts und 5. Abschnitt außerorts bis Sportplatz. Warum geht es nicht schneller?

Henrik Notthoff von der Baufirma Völkmann erklärte, die Firma halte sich an den Bauzeitenplan, und dieser reiche ohnehin bis Oktober. Klages: „Die Jungs geben alles. Ein Zweischichtbetrieb rechnet sich auf der Baustelle nicht.“ Warum wird das „Anlieger frei“ nicht durchgesetzt, auch an den Nebenstraßen wie Bleekebrink?

Andreas Buchmeier vom Ordnungsamt der Stadt: „Es gab im Bleekebrink ein Schild, aber das war wohl zu klein.“ „Dann muss ein Großes her“, forderte eine Einwohnerin. Stadtjurist Joachim Steinbeck: „Der Zustand ist nicht hinnehmbar, wir werden uns darum kümmern.“ Verirrte Lastwagen?

„Die Abkürzungen suchenden Pkws sind schon eine Belästigung, die Lkws dagegen ein Problem“, schimpfte Bleekebrink-Anwohner Björn Rinne. Andere sagten, dass Lastwagen sogar durch die freigegebene Baustelle gerollt seien, weil eben kein „Anlieger frei“ ausgeschildert war. Eine Frau hatte dabei Angst um die 18 Kinder gehabt, die Heiligabend zu Fuß zum Krippenspiel in der Kapelle wollten.

Doch während diese Missbräuche durch Fremde kritisiert wurden, ärgerten einige Einwohner die weiten offiziellen Umwege über Eisbergen und dass auf der Fülmer Straße jetzt die Polizei im Portaner Bereich „abkassiert“. Buchmeier erklärte: „Da ist nur für Anlieger und Schulbusse frei. Und die Stadt Porta Westfalica sieht, dass die Straße jetzt kaputt gefahren wird.“ Die Polizei prüft nur sporadisch, hieß es von dort. Wie sollen die Feuerwehrleute erst zum Gerätehaus und dann zum Einsatzort kommen, wenn der Todenmann zerteilt ist?

Ein Feuerwehrmann kritisierte, so gehe wichtige Einsatzzeit verloren. Ortsbürgermeister Uwe Vogt, selbst früher Ortsbrandmeister, wies einen Ausweg: „Über einen Forstweg am Nordrand des Ortes fahren, das hat der Revierförster erlaubt. Am besten den Gruppen-Transport-Bulli auf der Westseite stationieren, mit dem dann alle von dort kommenden Feuerwehrleute gemeinsam fahren können und in dem ein Schlüssel für die Schranke am Waldweg ist.“ Zur Not kommt ja die Rintelner Wehr als Unterstützung zu den Einsatzorten. Die Baufirma will zudem außerhalb der Arbeitszeit die Ortsdurchfahrt freigeben – für Anlieger und Feuerwehr. Wo sollen die Mülltonnen hin?

Vogt wollte einen neuen Sammelabholplatz für Anlieger, die nicht mehr mit dem Mülllaster erreichbar sind. Klages will kurzfristig dafür sorgen. Die Sammellösung am Ostrand der Baustelle habe sich bewährt. Wie können die Schulbusverspätungen vermieden werden?

Vogt forderte, der Bus müsse früher fahren. Buchmeier sicherte zu, mit der Schaumburger Verkehrs-Gesellschaft (SVG) darüber zu sprechen. Die Ersatzbushaltestelle auf der Fülmer Straße bleibe, ebenso wie die an der Alten Todenmanner Straße. Aushilfsbusfahrer, die mitunter nicht an den neuen Haltepunkten stoppen, müssen besser geschult werden. Bessere Information?

Eine Bürgerin forderte ein Info-Blatt mit allen relevanten Telefonnummern und E-Mail-Adressen der zuständigen Behörden und der Baufirma. Steinbeck sicherte weitere Verbesserungen zu. dil

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