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Ortsrat platzt der Kragen

Verkehr soll beruhigt werden Ortsrat platzt der Kragen

Das Thema verfolgt den Ort schon lange: Wie dämmt man den Verkehr in der Nottbergstraße und Hinterm Lande ein? „Das sind unsere zwei großen Brennpunkte“, sagte Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht auf der jüngsten Ortsratssitzung.

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Achtung, Staugefahr!

Diese Verkehrshindernisse aus der Drift möchte der Ortsrat nach Krankenhagen holen.

Quelle: jan

KRANKENHAGEN. Die Verkehrszählung unterstreicht, dass es Handlungsbedarf gibt: 870 Fahrzeuge mehr im Vergleich zum Vorjahr wurden allein auf der Nottbergstraße festgestellt. 2016 wurden 1724 Fahrzeuge gezählt, 2017 waren es 2594.

 Auch in der Straße Hinterm Lande geht der Verkehr den Anwohnern gegen den Strich, ebenso wie die überhöhten Geschwindigkeiten. Hier gibt zudem keinen Gehweg.

 Idee von Sascha Vogt, SPD: „Wie in der Krankenhäger Straße sollte man für die Nottbergstraße über bauliche Verengung nachdenken.“ Hieße: Aufpflasterung der Straße. Das hieße nicht nur eine tatsächliche Verlangsamung des Verkehrs, sondern auch ein „optisches Signal“ an die Autofahrer.

 Entlang Hinterm Lande sollte es eigentlich verstärkte Polizeikontrollen geben – „aber gefühlt finden hier keine Kontrollen statt“, kritisierte Vogt. Zumindest würden Kontrollen nicht so durchgeführt, „wie wir es uns wünschen“.

 „Man kann seine Kinder nicht mehr beruhigt mit dem Fahrrad zur Schule schicken!“, echauffierte sich auch Frauke Kampmeier, SPD. Daher müsse man unbedingt die Geschwindigkeiten der Autofahrer herunterbringen. Und: Der Verkehr könnte schlimmer werden, wenn der Aldi im Industriegebiet Süd neu eröffne.

 Die Idee hier: Die Hindernisse aus der Drift, die zur Verkehrsberuhigung eingesetzt wurden, in Krankenhagen einsetzen, sobald die Baumaßnahmen in der Drift begonnen haben und die Hindernisse hier nicht mehr gebraucht werden. Es handelt sich hierbei um Halbinseln aus Kunststoff, die die Fahrbahn verengen.

 „Das wären wenig Kosten“, so Kampmeier. Man könne die Hindernisse erst einmal auf der Nottbergstraße installieren und dann sehen, ob sie an der Situation etwas ändern. Die SPD stellte daher den Antrag, 10000 Euro für diese Maßnahme in den städtischen Haushalt einzustellen. Die Poller seien lediglich von einer Firma gemietet.

 „Wir sollten die Drift und die Nottbergstraße nicht miteinander verknüpfen“, warnte Heinz-Jürgen Requardt, CDU. Wer wisse schließlich, wann die Poller frei würden. Es müsse jetzt etwas geschehen. Eigentlich war der Ausbau der Drift schon in diesem Jahr vorgesehen, wurde allerdings ins nächste Jahr verschoben.

 Anwohner sprachen sich in der Einwohnerfragestunde für teilweise Sperrungen oder Teilsperren wie Treckerschleusen aus. Sperrungen seien jedoch „kein Allheilmittel“, gab Ortsbürgermeister Sümenicht zu bedenken.

 Letztlich sprach sich der Ortsrat einstimmig dafür aus, 10000 Euro für die Verkehrshindernisse aus der Drift in den Haushalt einzustellen. mld

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