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Ortsumgehung ist „mit allen Mitteln zu verhindern“

Ernüchterung in Steinbergen Ortsumgehung ist „mit allen Mitteln zu verhindern“

Nach der großen Freude ist bei einigen Steinbergern Ernüchterung eingetreten. Zwar wertet die Bürgerinitiative Ortsumgehungen Steinbergen (BIOS) die Aufnahme der Planungen zur Verkehrsentlastung in den Bundesverkehrswegeplan (BVWP) als Erfolg – doch macht sich wenige Tage nach Bekanntwerden der hohen Prioritätsstufen für die Ortsumgehungen B238 und B83 vor allem bei jenen Unmut breit, deren Häuser an der Bergstraße stehen.

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Im Bundesverkehrswegeplan verläuft die Ortsumgehung B83 westlich der Bergstraße. pr.

Quelle: pr.

Steinbergen. Diese führt parallel zur B83, westlich von dieser, den Berg hinauf und endet oberhalb der Bahnstrecke, wenige Meter von den Gleisen entfernt, mit Blick auf Arensburger Straße (L442) und Arensburg-Park. Die heute im BVWP markierte Trasse der B83-Ortsumgehung würde westlich der Bergstraße verlaufen (siehe Karte).

„Es ist ganz klar, dass Planungen, die mal irgendwann irgendwo gestanden haben, nicht zum Anlass genommen werden, eine Ortsumgehung zu bauen“, sagt BIOS-Teamsprecher Jens Wienecke. Der Steinberger reagiert mit diesen Worten auf Vorhaltungen der Bergstraßen-Anwohner, die Initiative solle „Stellung beziehen“ zu den veröffentlichten Planungen, die ihrer Ansicht nach zu nicht hinnehmbaren Belastungen für den Siedlungsbereich rund um die Bergstraße führen würden.

"Verlegung ist zu verhindern"

So kursieren laut Wienecke inzwischen E-Mails, die ebensolche Vorhaltungen zum Inhalt haben. In einem offenen Brief mit der Überschrift „Umgehungsstraße in dieser Form – nein danke!“ schreibt ein Bergstraßen-Anwohner: „Eine Verlegung der B83 in dieser Form ist mit allen Mitteln zu verhindern. […] Eine Verlegung der B83 an den Ortsrand, dicht an eine alte Wohnsiedlung […] sowie das Durchkreuzen eines naturschutzwürdigen Gebietes […] kann nicht die Lösung sein.“ Bis vor Kurzem sei eine Verlegung in dieser Form „immer wieder dementiert“ worden.

Ein Bergstraßen-Anwohner sagt: „Wo die einen auf die ersehnte Ruhe hoffen dürfen, wird den Bewohnern der Bergstraße nun eine Rennstrecke vor die Nase gesetzt.“

BIOS-Teamsprecher Wienecke meint dazu, es handele sich bei den jetzt im BVWP öffentlich gemachten Planungen um „Ideen und Machbarkeitsstudien zu Streckenführungen, die vor einiger Zeit erstellt worden sind. Diese sind bisher die einzige Grundlage, auf der das Straßenbauamt in Hameln eine Aussage treffen kann.“ Der BIOS-Sprecher: „Erst eine durch Bürgerbeteiligung abgestimmte baureife Planung bringt Gewissheit, wo die Strecken verlaufen werden.“

Er setzt auf eine weitergehende Planung unter Beteiligung der Stadt Rinteln und lädt die Bergstraßen-Anwohner ein, am nächsten Treffen der Initiative am Donnerstag, 7. April, um 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus teilzunehmen. jan

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