Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Osterfeuer verursacht Ärger

Extener Feuerwehr in der Kritik Osterfeuer verursacht Ärger

Es war wohl das größte Osterfeuer im Stadtgebiet – und es wurde das mit dem größten Ärger. In Exten stand das Telefon bei Ortsbrandmeister Christian Voß nach Ostern zeitweise nicht mehr still: Beschwerden über Rauch und Ascheflug, Forderungen nach Geld für Autowäschen. „Ich habe mir einige Fälle angesehen, konnte alle beruhigen, einige boten am Ende sogar Spenden an“, sagt Voß.

Voriger Artikel
Schwerer Verkehrsunfall auf Kreuzung
Nächster Artikel
Zusammenstoß in Hohenrode

Das war vielen zu viel Rauch und Asche: Extens Osterfeuer brannte diesmal schlecht und sorgte für Ärger. Im nächsten Jahr soll es besser gemacht werden.

Quelle: dil

Exten. Vom Ordnungsamt der Stadt Rinteln bekam der Ortsbrandmeister Rückendeckung. Das Osterfeuer sei genehmigt gewesen. Wer den Rauch nicht vertrage, müsse eben das Fenster schließen. Und zum Wunsch nach Autowäschen sagt Voß: „Hätte es inzwischen geregnet, wäre aller Staub weg. Notfalls hätten wir an einem Samstag betroffene Autos mit dem Feuerwehrschlauch abgespritzt.“

 Am Donnerstag berieten sich die Feuerwehrleute, wie es nun weitergehen soll. „2016 machen wir auf jeden Fall wieder ein Osterfeuer, aber kleiner. Wir reduzieren auch die Annahmezeit für Brenngut auf zwei bis drei Tage vor dem Feuer und verschärfen die Kontrollen“, sagt Voß. „Früher war vier bis sechs Wochen vorher die Ablieferung möglich, zuletzt jedoch nur noch zwei Wochen. Aber wegen des Wegfalls der Brenntage wollten sogar schon Leute aus der Nordstadt ihren Gartenschnitt zu uns bringen, das haben wir aber abgelehnt.“

 Das Brenngut war nicht nur zu feucht, sondern auch zu viel. Noch immer liegen angekohlte, aber nicht verbrannte Reste auf dem Festplatz. „Die müssen wir nun entsorgen, denn ein weiteres Feuer wurde uns nicht genehmigt“, ärgert sich Voß. Ob nun Kompoststelle oder Bauschuttdeponie, Kosten fallen in jedem Fall dafür an.

 Aber gerade die Einnahmen aus der Veranstaltung Osterfeuer braucht die Ortsfeuerwehr dringend für ihre Nachwuchsarbeit. „Unsere Jugendfeuerwehr hat 16, die Kinderfeuerwehr ,Minisirenen‘ sogar 18 Mitglieder, und diese Veranstaltung ist unsere einzige, um für beide Geld zu erwirtschaften“, sagt Voß. „Das haben die Anrufer am Ende dann auch eingesehen. Und letztlich wollen doch die meisten, dass nach der Unterbrechung in den neunziger Jahren die wiederbelebte Tradition des Osterfeuers in Exten als Auftakt für die Festsaison bestehen bleibt. „Wir nehmen die Kritik ernst und wollen die Mängel beseitigen. Wir müssen wohl etwas ändern, aber wir machen weiter.“ dil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg