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Parkplatz als Problemlöser?

Verkehrschaos Parkplatz als Problemlöser?

„Da leben wir schon auf dem Dorf und man kann seine kleineren Kinder nicht allein auf die Straße schicken“, so hat, stellvertretend für viele Extener, ein junger Vater die Verkehrssituation im Ort beklagt. Er war einer von 20 Bürgern, die an der Einwohnerfragestunde des Ortsrates teilnahmen.

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Auf der kleinen Regetestraße im Wohngebiet wird es eng, wenn morgens (Schul-)Busse und Elterntaxis vorfahren.

Quelle: tol

Exten. Das Thema „Buswendeschleife“ stand an – und damit ein Hoffnungsschimmer darauf, dass sich an der verfahrenen Situation rund um Kindergarten und Grundschule doch noch etwas ändern ließe.

Dort geht es zu wie vor vielen Grundschulen: Schulbusse versperren die Straße ebenso wie zahllose „Elterntaxis“. Morgens und mittags geht dann verkehrstechnisch fast gar nichts mehr, unter anderem deshalb, weil die Eltern ihre Autos auf gewagte Weise parken, um ihre Kinder direkt bis zur Schule zu bringen, aus Angst, sie könnten allein nicht heil über die Straße kommen. Auf der kleinen Regetestraße im Wohngebiet herrscht Chaos, und an der großen Behrenstraße mit ihrem zusätzlichen Durchgangsverkehr sieht es keinen Deut besser aus.

Jahrzehntelang war immer wieder von der Einrichtung einer „Buswendeschleife“ die Rede, von der manchmal scheinbar greifbar nahen Möglichkeit, auf dem Grundstück der benachbarten Grußkartenfabrik einen Parkplatz für die Schulbusse und Elternautos zu bauen. Doch alle Pläne zerschlugen sich. Nun aber stellte Ortsbürgermeister Bernd Kirchhoff eine „kleine Lösung“ vor.

Hoffnung auf Wendemöglichkeiten

Es bestehe die berechtigte Hoffnung, auf dem unbebauten Grundstück an der Behrenstraße, zwischen den Hausnummern 12 und 14, Park- und Wendemöglichkeiten für Autos zu schaffen. Von dort aus könnten die Kinder dann über einen neuen Fußweg entlang der Grußkartenfabrik zur Grundschule gehen. Mit dem Fabrikbesitzer sei „per Handschlag“ ausgemacht, dass er einen Teil seines Anwesens für so einen sicheren Weg zur Verfügung stellt. Rintelns Stadtjurist Joachim Steinbeck versicherte, die Stadt werde prinzipiell grünes Licht für den Ankauf der Parkfläche geben.

Eine „kleine Lösung“ ist das Vorhaben insofern, als Schulbusse weiter an Behrens- und Regetestraße halten würden. Die Busse seien allerdings gar nicht das eigentliche Problem, so Kirchhoff. Problematisch seien die vielen parkenden „Elterntaxis“. Zukünftig könnten diese einfach schnell von der Behrenstraße aus auf dem neuen Platz einbiegen, die Kinder auf den gefahrlosen Fußweg entlassen – und dann den Platz sofort wieder räumen. „Das wäre die Chance zu einer deutlichen Weiterentwicklung unseres Dorfes“, sagte Kirchhoff. Mit dem Stillstand in Sachen Verkehrschaos müsse es ein Ende haben.

Zu wenig Blitzer und Straßenschwellen

Wirklich überzeugt von dieser positiven Aussicht schienen die anwesenden Extener Bürger nicht zu sein. Manche fürchteten, der neue Parkplatz sei zu klein, um die Elterntaxis spürbar von Behrenstraße und Regetestraße abziehen zu können. Andere wiesen auf die insgesamt starke Verkehrbelastung hin, mit oft viel zu schnell fahrenden Autos, den landwirtschaftlichen Gefährten und rasenden Motorradfahrern. Es werde zu wenig geblitzt, die erlaubte Geschwindigkeit müsse drastisch reduziert werden, es sollte Straßenschwellen geben, so ihre Hinweise. Da die Behrenstraße eine Landstraße ist, hat die Stadt selbst da aber kaum Handlungsspielraum.

Bernd Kirchhoff versprach, zeitnah eine erneute Verkehrszählung zu organisieren, um Argumente für Geschwindigkeitsbegrenzung und verstärkte Polizeikontrollen zu sammeln, die Steinbeck dann in die Verkehrsschau – ein Ortstermin mit Polizei, Verwaltung und Politikern vom Landkreis – einbringen werde. Einige der Einwohner waren von der Idee so angetan, dass sie anboten, die Verkehrszähler mit Kaffee und Kuchen zu versorgen. cok

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