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Nicht ohne Pfarrhaus

Pflegeeinrichtung in Möllenbeck geplant Nicht ohne Pfarrhaus

Ein Investor aus Vlotho, Benjamin Schrader, will auf einem Grundstück an der Lemgoer Straße 10 neben dem alten Pfarrhaus in Möllenbeck ein Alten- und Pflegeheim mit 80 Betten bauen.

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Auf der Wiese im Vordergrund soll ein Neubau entstehen. Das Grundstück ist jedoch nicht ohne das Pfarrhaus (hinten) zu haben.

Quelle: jan

Möllenbeck. Ein ambitioniertes Projekt, das noch einige Hürden überwinden muss: Der Kirchenrat der evangelischen Kirche muss dem Verkauf zustimmen, die Landeskirche das genehmigen. Pastorin Ute Scholz betonte gestern, dass über einen Verkauf noch keine Entscheidung gefallen sei. Und Schrader muss das dringend sanierungsbedürftige Pfarrhaus mit übernehmen. Das wiederum steht unter Denkmalschutz. Doch für die Kirche ist klar: kein Grundstück für einen Seniorenheim-Neubau ohne Pfarrhaus.

 Karl Braunschweig vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Porta Westfalica hat jetzt einen ersten Planungsentwurf vorgelegt. Geplant ist die konzeptionell moderne Form eines Seniorenheims, nämlich Einzelzimmer, die zu Wohngruppen mit zwölf bis 18 Bewohnern zusammengefasst werden. Jede Wohngruppe erhält eine eigene Küche, die Bewohner sollen nach ihren Möglichkeiten aktiv in den Alltag eingebunden werden.

 Schrader ist Privatinvestor, betreibt noch kein Pflegeheim. Er hatte ein bestehendes Heim kaufen wollen, das Geschäft kam nicht zustande, weil man sich nicht über Preis und Konzept habe einigen können, war zu hören. Die Pflegebetriebe Schrader GmbH & Co, die das geplante Heim in Möllenbeck betreiben soll, ist derzeit in Gründung.

 Die evangelisch-reformierte Kirche hatte den möglichen Erwerb des Grundstücks von vornherein an einen gleichzeitigen Kauf des Pfarrhauses aus dem Jahr 1778 gekoppelt.

 Schrader kennt das Sanierungsproblem, es sollen sogar schon Kosten ermittelt worden sein. Er sei selbstverständlich bereit, betonte er gestern in einem Telefongespräch, das historische Pfarrhaus mit zu kaufen. Es gebe auch Überlegungen, wie man es künftig nutzen könne. Vorstellbar wäre beispielsweise eine Tagespflege, auch die Verwaltung könnte dort untergebracht werden. Schrader kann sich aber auch eine zentrale Küche vorstellen, losgelöst von den Wohngruppenküchen mit einem öffentlichen gastronomischen Angebot. Doch das seien bisher alles nur Ideen, so Schrader.

 Im Pfarrhaus wohnt zurzeit noch Pastor Roland Trompeter, der zwar offiziell bereits in Ruhestand ist, aber für das Kloster zwei Baumaßnahmen betreut und abwickelt: unter anderem die Einrichtung einer Klosterpforte und eines neuen Gemeindebüros im Kloster, das gebraucht wird, wenn das Pfarrhaus verkauft werden sollte. Trompeter wird dann umziehen, zu seiner Frau nach Bad Bentheim. Pastorin Schulz wohnt in einem Haus an der Neuen Straße 17, wo sie auch Ansprechpartnerin für die Gemeinde ist.

 Erster offizieller Schritt in Richtung Seniorenheim ist die Aufstellung eines „vorhabenbezogenen Bebauungsplans“. Dieser Antrag ist im Ortsrat vorgestellt worden. Das Gremium hat auch seine Meinung kundgetan: Alle sehen das Projekt positiv, man hofft auf Arbeitsplätze und mehr Leben im Ort. wm

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