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Polizei nimmt Cannabis-Plantage hoch

Drogen-Fund in Möllenbeck Polizei nimmt Cannabis-Plantage hoch

Bereits im April hat die Polizei Rinteln im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bückeburg eine Hausdurchsuchung in Möllenbeck vorgenommen. Ein 32-jähriger Mann steht unter dem Verdacht, „Handel mit Marihuana in nicht geringer Menge betrieben zu haben“, teilt Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig von der Staatsanwaltschaft Bückeburg auf Anfrage unserer Zeitung mit.

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 Aus Cannabis beziehungsweise Hanf wird die illegale Droge Marihuana oder Haschisch hergestellt. dpa

Möllenbeck. Die Rintelner Polizei stellte in der Wohnung des Mannes Cannabispflanzen „in erheblicher Anzahl“ fest, so Dreißig. Aus Cannabis beziehungsweise Hanf wird unter anderem die illegale Droge Marihuana oder Haschisch hergestellt.

 Nach derzeitigem Ermittlungsstand handelt es sich bei dem 32-Jährigen um den einzigen Beschuldigten. Wie die Staatsanwaltschaft auf den Mann aufmerksam wurde, sagt sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

 Informationen zufolge, die unserer Zeitung vorliegen, ist der Mann berufstätig und lebt in Möllenbeck. Demnach soll sich die Marihuanaplantage mit Licht- und Entlüftungsanlagen in einem der Zimmer der Wohnung des 32-jährigen Mannes befunden haben.

 Die Ermittlungen der Polizei, so Staatsanwalt Nils-Holger Dreißig, befinden sich noch in einem „frühen Stadium und dauern noch an“. „Wenn der Polizeivorgang abgeschlossen ist, werden der Staatsanwaltschaft die Ermittlungsergebnisse präsentiert, die dann über eine Anklage entscheidet“, führt Dreißig aus. Wann das sein wird, könne nicht vorausgesagt werden. Nur so viel: Dies könne in einem Monat, aber auch erst in einem halben Jahr der Fall sein, so Dreißig.

 Die Pflanzen wurden von der Rintelner Polizei sichergestellt und werden nun vom Landeskriminalamt Niedersachsen in einem Labor untersucht. Dort wird der Tetrahydrocannabinol (THC)-Gehalt der Pflanzen festgestellt. Der THC-Gehalt ist ausschlaggebend für den Wirkungsgrad des Marihuanas. Aus dem Anteil des THC können dann Rückschlüsse auf den möglichen Verkaufswert der illegalen Droge gezogen werden.

 Jörg Stuchlik, Kriminalhauptkommissar der Polizei Rinteln, erläutert, worin der Unterschied zwischen Cannabus für den Eigenbedarf und für den Handel besteht. „Wenn jemand beispielsweise sechs Marihuanapflanzen bei sich zu Hause hat, ist nicht unbedingt von einem Handel auszugehen. Handelt es sich aber schon um 25 Pflanzen, ist anzunehmen, dass das Cannabis nicht mehr nur für den Eigenbedarf angebaut wird.“ Schließlich sei auch die Haltbarkeit von Cannabisprodukten begrenzt, sodass ein Einzelner die angebaute Menge kaum alleine verbrauchen könne. Für das Strafausmaß mit ausschlaggebend sei der THC-Gehalt. „Je höher der THC-Gehalt, desto mehr Joints lassen sich von dem Cannabis drehen und desto höher ist am Ende die Gewinnmarge für den Dealer“, so der Kriminalhauptkommissar.pk

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