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Praxis bleibt verwaist: Ärztin sagt ab

Rehren Praxis bleibt verwaist: Ärztin sagt ab

Viele Auetaler haben auf die neue Ärztin gewartet, die zum 1. Oktober die leer stehende Hausarztpraxis von Dr. Jörg Seeanner und Sabine Koch in der Alten Molkerei in Rehren übernehmen wollte.

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Bürgermeister Heinz Kraschewski würde den Schlüssel zur komplett ausgestatteten Hausarztpraxis in der Alten Molkerei in Rehren gern an einen Landarzt übergeben.

Rehren. Jetzt bekam Bürgermeister Heinz Kraschewski überraschend doch noch eine Absage. „Die potenzielle Nachfolgerin hat es sich doch anders überlegt und mir mitgeteilt, dass sie die Praxis nun doch nicht übernimmt. Damit stehen wir wieder bei null“, sagte Kraschewski enttäuscht. Gründe nannte der Bürgermeister nicht.

Wie es nun weitergeht, ist völlig ungewiss. Die voll eingerichtete Praxis wird wohl noch länger verwaist bleiben. Dr. Peter Kalbe aus Rinteln, der für die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen beratend tätig ist, sagte gegenüber Kraschewski, dass es extrem schwierig sei, Landärzte zu finden. Im Kreis Schaumburg seien einige Arztplätze unbesetzt, darunter auch attraktivere Standorte als das Auetal – wie zum Beispiel Stadthagen.

Dr. Elke Schulte-Watermann, die inzwischen die einzige Hausarztpraxis im Auetal betreibt, hatte selbst alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die medizinische Versorgung in der Region sicherzustellen und den Kontakt mit der potenziellen neuen Ärztin geknüpft. Sie ist ebenfalls enttäuscht über die Absage.

Je länger der Leerstand andauert, umso schwieriger dürfte es werden, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin zu finden. Nach einem halben Jahr verfällt die Planstelle der Kassenärztlichen Vereinigung, die bis dahin noch an Rehren gebunden ist. Dann wird sie im gesamten Gebiet Stadthagen-Auetal neu ausgeschrieben, was die Chancen für das Auetal nicht verbessert. Außerdem „laufen die Patienten weg“. Wer bislang noch gehofft hatte, ab Oktober zu der neuen Ärztin in Rehren gehen zu können, wird sich nun wohl doch anders orientieren müssen, denn bislang gibt es keine Aussicht auf einen neuen Hausarzt oder eine neue Hausärztin für Rehren.

„Wir versuchen wirklich alles. Als Eigentümer der Alten Molkerei und damit Vermieter der Praxisräume würden wir interessierten Medizinern selbstverständlich entgegen kommen“, wirbt Kraschewski. Laut Kalbe sei es aber selbst mit hohen „Lockprämien“ extrem schwierig, junge Ärzte zu finden, die sich darauf einlassen, die Aufgaben einer Landarztpraxis zu übernehmen. la

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