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Protest gegen Pläne für Anbau

Todenmann / Ortsrat Protest gegen Pläne für Anbau

Bei der jüngsten Ortsratssitzung stand ein Thema im Zentrum: der Umzug der Ortsfeuerwehr in die alte Schule. Bereits nach fünf Minuten wurde der offizielle Teil der Sitzung von Ortsbürgermeister Uwe Vogt geschlossen.

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 Nicht mehr bedarfsgerecht: Das alte Feuerwehrhaus in Todenmann soll verkauft werden.

Todenmann. Zuvor waren einstimmig der Verkauf des Feuerwehrstandorts am Kirschenweg und des Grundstücks Bleekebrink 2 beschlossen worden.

 Wenn das nötige Geld im Verwaltungsausschuss bewilligt wird, soll das Einsatzfahrzeug bald in einem Anbau an die Mehrzweckhalle untergebracht werden. Zudem bekommt die Feuerwehr das alte Schulgebäude zur Verfügung gestellt. Dort sollen sich die Feuerwehrmänner sich künftig auch umziehen. Doch das will Ortsbrandmeister Rolf Marchlewski nicht akzeptieren.

 „Ich habe genug telefoniert und genug Schreibkram erledigt“, betonte Marchlewski, „aber unsere Belange werden nicht einbezogen.“ Es sei ein untragbares Sicherheitsrisiko, dass die Feuerwehrleute in Zukunft erst über die Stufen des alten Schulgebäudes laufen müssten, dann über den täglich stark frequentierten Parkplatz, um dann in ihr Fahrzeug zu steigen. „Im ersten Vorschlag sollten wir uns sogar im Heizungskeller umziehen“, erklärte er aufgebracht. Seiner Meinung nach, und dabei unterstütze ihn auch die Feuerwehr-Unfallkasse, sollten die Umkleideräume direkt an der Fahrzeughalle liegen.

 Der Erste Stadtrat Jörg Schröder hielt dagegen, dass neue Umkleideräume an der Fahrzeughalle Mehrkosten in Höhe von 100000 Euro verursachen würden. „Blödsinn“, meinte Marchlewski. In Bückeburg habe ein vergleichbarer Neubau lediglich rund 200000 Euro gekostet. 45000 Euro mehr als der vorliegende Vorschlag, der mit etwa 155000 Euro veranschlagt wurde. Für ihn stand fest: „Den jetzigen Vorschlag machen wir nicht mit.“ Wenn er gegen den Willen der Feuerwehr beschlossen werde, würden sie alle von ihren Posten zurücktreten. Das Risiko, das sich jemand verletze, sei zu hoch.

 „Wir sind immer bereit, wenn im Ort etwas gemacht werden muss“, meinte Marchlewski. Zwar habe die Ortsfeuerwehr nur 18 aktive Brandbekämpfer, dafür aber eine ausgezeichnete Jugendarbeit mit 33 Teilnehmern. „Dass die Eltern uns ihre Kinder anvertrauen, zeigt ja die Wertschätzung“, meint er. „Der Ort steht hinter uns.“ Auch der Ortsrat sei grundsätzlich auf ihrer Seite, aber der unausgegorene Vorschlag der Stadt sei nun einmal so nicht hinnehmbar.

 Vogt und Schröder bemühten sich, den Ball flach zu halten. „Warten wir die Entscheidung im Verwaltungsausschuss ab“, appelliert Vogt. Erst wenn fest stehe, ob das Geld bewilligt wird, sei es sinnvoll, weiter zu diskutieren.

 Schröder meinte: „Bei dem Platz, den die Feuerwehr in der alten Schule zur Verfügung hat, muss doch auch Raum zum Umziehen sein.“ Die Mehrkosten für eine neue Umkleide wären nicht gerechtfertigt. Trotzdem meinte auch er: „Das muss nicht das letzte Wort sein.“ Zusammen mit der Feuerwehr werde bestimmt eine Lösung gefunden. Auch der Ortsbrandmeister zeigte sich zuversichtlich, dass er sein Amt nicht – wie angedroht – zurückgeben müsse: „An so einer Umkleide kann es ja nicht scheitern.“ Er sah alle Argumente auf seiner Seite und war sich sicher, dass die Stadt auf die Forderungen eingehen wird.  jak

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