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Restauration geht in die Verlängerung

Möllenbeck / Klosterkirche Restauration geht in die Verlängerung

Restaurierungsprojekte bergen in der Regel unvorhergesehene Überraschungen, die den Zeitrahmen sprengen können. Die Erneuerung der großen Orgel in der Möllenbecker Klosterkirche scheint da keine Ausnahme zu machen.

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Quelle: SN

Möllenbeck. Zu Heiligabend, wie geplant und erhofft, wird sie auf keinen Fall wieder spielbereit sein. Wahrscheinlich erst Ende Februar wird das historische Kircheninstrument an seinem angestammten Platz auf der Orgelempore wieder bei einem Konzert eingeweiht werden können. Das schätzt Pastor Roland Trompeter.

Gerüst bleibt bis über Weihnachten stehen

 Bis dahin und damit auch über Weihnachten „bleibt das Gerüst stehen“, hat Trompeter in Abstimmung mit Orgelbaumeister Jürgen Ahrend von der Firma Orgelbau aus Leer-Loga sowie dem Holzrestaurator Dietrich Wellmer aus Groß Thondorf (Sachsen-Anhalt) entschieden.

 Die Pfeifen und die Mechanik der Klosterorgel zur Generalüberholung sind zur Firma Ahrend abtransportiert worden. Zurzeit ist Wellmer am Werk. Der Restaurator ist auf Arbeiten in alten Kirchen spezialisiert und restauriert momentan das hölzerne Gehäuse der im Jahr 1840 erbauten Orgel. Angejahrte Elemente werden, so weit wie möglich, wieder hergestellt und durch einen neuen Anstrich oder – falls nötig – auch teilweise beziehungsweise total erneuert. Nach Abtragen der alten Farbe „streichen wir neu mit Leimfarbe, die zwei Tage trocknen muss“. So erklärte Wellmer, warum die Arbeiten relativ viel Zeit brauchen.

Besondere handwerkliche Herausforderungen

 Auch müssten einige Elemente abgebaut und einem Holzbildhauer zur Restaurierung übergeben werden – zum Beispiel etliche Teile des Schleierwerkes. Dazu zeigte der Restaurator an Ort und Stelle, was damit gemeint ist. Nämlich teils filigrane Schnitzereien, die das Orgelgehäuse verzieren oder auch Gehäuseöffnungen ausfüllen. Im Gegensatz zu ansonsten meist verwendeten Laubhölzern sei bei der Möllenbecker Orgel schwieriger zu bearbeitendes Nadelholz für das Schleierwerk verwendet worden. Das bedeute besondere handwerkliche Herausforderungen.

 Eine weitere Besonderheit der Restaurierung in der Klosterkirche sei, „dass die Orgelbaufirma das Gehäuse in der Werkstatt 1:1 nachbaut“, damit alle Teile unter Originalbedingungen eingepasst werden können. Mit diesem Verfahren sei es möglich, dass „in Möllenbeck alles innerhalb von zwei Wochen wieder eingebaut werden kann“.

 Danach endlich werde „die Restaurierung des Orgelprospekts, die von der Sparkassenstiftung unterstützt wird, abgeschlossen sein“. Trompeter verwies auf die Deadline, denn eine zweite Verlängerung sei im Zusammenhang mit den Förderrichtlinien normalerweise nicht möglich.

 Am Mittwoch, 20. November, hält übrigens Pastorin Ute Schulz um 19.30 Uhr in der Klosterkirche eine Abendandacht zum Buß- und Bettag. Dazu sind alle Interessierten eingeladen.who

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