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Restauratoren legen bisher nicht dokumentierte Bibeltexte frei

Fund im Kloster Möllenbeck Restauratoren legen bisher nicht dokumentierte Bibeltexte frei

Seit vergangener Woche sind die Restauratoren im Kloster Möllenbeck zu dritt oder zu viert aktiv. Und schon tauchen unter dem abgekratzten Kalkputz immer mehr Schriften auf, von denen zuvor nur Bruchstücke oder gar nichts zu sehen war.

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Möllenbeck. Pastor Roland Trompeter kann daraus schon eine sinnhafte Reihenfolge erkennen, vom Ankündigen des Heilands im Alten Testament über Jesu letztes Gebet zu Gott am Tag vor der Kreuzigung bis zu Briefen des Apostels Paulus an die Römer, in denen die Bedeutung der Kreuzigung für die Menschen dargestellt wird. „Wir kommen gut voran, und es ist weiter eine besonders schöne Arbeit“, sagt Teamchefin Elke Schlöder (von rechts), die von Bauhistorikerin Nadine Behrmann und Restauratorin Kirsten Ratajczak unterstützt wird. Hier sind sie neben den Texten aus den Römerbriefen zu sehen. Wenn sie auf der jetzigen Ebene unter der Decke fertig sind, wird auf dem Gerüst quasi eine Etage tiefer gearbeitet. Zum Schluss kommt die Wand zum Innenhof hin dran, auf der auch ein großes Jesus-Bild vorhanden ist.

 Pastor Trometer hat bereits das Landesamt für Denkmalpflege in Hannover eingeladen, sich vom Fortschritt der Arbeiten zu überzeugen und Festlegungen für die endgültige Gestaltung zu treffen. Auch die Inschriftenkommission der Universität Göttingen soll wieder jemanden schicken, denn Teile der jetzt freigelegten Schriften waren bisher nicht dokumentiert. Die Arbeiten sollen bis Ende April abgeschlossen sein, das war Bedingung für die Fördergelder.

 Trompeter hat aber schon das nächste Projekt im Kloster angeschoben. In der großen Kirche sticht gleich der hellbeige Schalldeckel über der Kanzel ins Auge, der aus den fünfziger Jahren stammt und so gar nicht zur Optik der Kirche passt. „Er hat seine Funktion erfüllt, ist aber wegen der heutigen Mikrofontechnik nicht mehr vonnöten“, sagt der Theologe. „Deshalb wollen wir nun einen Schalldeckel installieren, der dem Vorgänger des jetzigen nachgebildet ist. Wir haben ihn auf Schwarz-Weiß-Fotos gesehen, aber wir lassen ihn im zweiten Halbjahr nachbauen und farblich an die Kanzel angepasst gestalten.“

dil/dil

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